Comeback der Lebensversicherungen

Michael Kordovsky

Wer mit Aktien und Anleihen handelt hat ab 2016 eine erhöhte KEST von 27,5% (bisher 25%) zu berappen. In Deutschland wird bereits über eine Abschaffung der Abgeltungssteuer und Einführung der Einkommensteuer auf Kapitalerträge diskutiert. Sollte sich dies durchsetzen, so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es auch in Österreich zu entsprechenden „Reformen“ kommt. Gleichzeitig verlieren Immobilienbesitzer immer mehr Steuervorteile, während die Erträge zunehmend höher belastet werden. Die Folge: Immer mehr Anleger kehren der Börse den Rücken und geben ihre Ersparnisse für Dinge aus, die ihnen Freude bereiten. Das Spektrum reicht dabei von teuren Schuhen und Handtaschen, Möbel, Autos bis hin zum Ausbau des Eigenheims. Doch es gibt auch die Gruppe der Sparer und Anleger, die (weiterhin) Reserven halten möchten. Da die Sparbuch- und Online-Kontenerträge im Bereich von 0,5 bis maximal 1,7 % uninteressant sind, kommen sie an Aktien und höher verzinsten Anleihen nicht vorbei. Unter steuerlichen Aspekten wird somit die „Fondspolizze“ wiederentdeckt, denn: Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen mit einer Laufzeit von mindestens 15 Jahren fällt lediglich eine Versicherungssteuer von 4% der Versicherungsentgelte an. Realisierte Kursgewinne, Zinsen und Dividenden sind hingegen steuerfrei. Dies bedeutet im Vergleich zum KESt-pflichtigen Wertpapierdepot einen deutlichen Mehrertrag und einen signifikanten Zinseszinseffekt. Auszahlungen sind ebenfalls einkommensteuerfrei.

Fazit: Das Comeback der Lebensversicherungen, insbesondere „Fondspolizzen“ ist vorprogrammiert.

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