Die „Low-Budget Economy“

Michael Kordovsky

Durch die Wachstumsverlangsamung in den Schwellenländern steckt die Luxusartikelbranche in der Krise. In österreichischen und deutschen Städten schließen zunehmend mehr Fachgeschäfte, insbesondere im Textil-Bereich, während in der Gastronomie bürgerliche und gehobene Restaurants immer mehr Kebap- und Asia-Nudel-Snack-Imbissen Platz machen. Geht es um Anschaffungen jenseits der 50 Euro, wie zum Beispiel Schuhe, Bekleidung oder Sportartikel, so erfolgt primär der Einkauf im Falle einer Rabattaktion (z.B. Ausverkauf). Gleichzeitig boomt die Share-Economy. Teilen von Ressourcen wie Autos, Werkzeuge, Ferienwohnungen etc. ist angesagt. Second-Hand-Geschäfte, Mitfahr-Börsen und Tauschringe sind im Kommen.  Gleichzeitig werden immer mehr Informationen im Internet, insbesondere via Social Media ausgetauscht. Wer trickst und/oder schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet ist schnell enttarnt. Eine neue Schlichtheit mit qualitativen Standards und „poppigem Touch“ ist im Vormarsch, während in unseren Breiten die „Protz- und Snob-Economy“ dem Untergang geweiht scheint. Die Folge liegt in einer Verstärkung deflationärer Tendenzen, die auch ihre gute Seite in Form der Geldwert-Steigerung hat. Sowohl die Industrie als auch der Dienstleistungssektor müssen sich umstellen. Gute Werbung und gute Verkäufer sind out. Was zählt sind Fakten über das Preis/Leistungs-Verhältnis. Im Finanzdienstleistungsbereich bedeutet dies konkret, dass der einzelne Marktteilnehmer auf die Frage: „Was haben Sie zu bieten, das ich selber nicht kann?“ wie aus der Pistole geschossen den USP der Dienstleistung auf Punkt bringen und belegen muss. Im Falle der Kredit- oder Versicherungsmakler gelten beispielsweise der Marktüberblick und in kritischen Situationen die effektive Kommunikation mit Banken oder Versicherungen zu den großen Vorteilen. Die Kredit- und Versicherungsmakler kennen die richtigen Ansprechpartner und wissen worauf es dort ankommt. Das ist selbst in der „Low Budget Economy“ den Kunden noch gutes Geld wert.

Diese Seite verwendet Cookies. Mehr

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close