Dollarhöhenflug beendet

Michael Kordovsky

Dollar

In den vergangenen 2 Wochen stieg der Euro gegenüber dem US-Dollar um rund 7% – zumindest eine kräftige Gegenreaktion nach einer Aufwertung des US-Dollar zum Euro um ca. 30%. Faktoren der einstigen Dollarstärke waren der Verfall der Öl- und Rohstoffpreise, die aggressive Geldpolitik der EZB (monatlich Anleihenkäufe um 60 Mrd. EUR) und die Erwartung einer baldigen Leitzinsanhebung durch die Fed. Die beiden ersten Faktoren sind längst eingepreist und auch eine Leitzinserhöhung rückt in die Ferne, nachdem die US-Wirtschaft im ersten Quartal 2015 auf das Jahr hochgerechnet nur noch um 0,2% wuchs. Der starke Dollar belastet nämlich die Exportwirtschaft. Im 1. Quartal sind die Exporte um 7% zurückgegangen und drückten das Wirtschaftswachstum um 1,25 Prozentpunkte. Nachdem die Fed unter diesen Rahmenbedingungen keine Leitzinserhöhung vornimmt, könnte das Währungspaar EUR/USD bis Jahresende durchaus auf über 1,20 klettern.

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