Erneute Turbulenzen drohen

Michael Kordovsky

Nachdem die Fed dem Aktienmarkt keine neuen Impulse mehr verlieh, da die „Nichterhöhung“ schon weitgehend eingepreist war, und es nun spannend wird, wie sich die Unternehmensgewinne im 3. Quartal entwickelt haben, setzt sich der bärische Grundton an den Aktienmärkten weiter fort. Anleger, die zu früh (neu) einstiegen, werden am falschen Fuss erwischt. Ein größerer Selloff könnte sich anbahnen. Da es in den kommenden Wochen an Stützen für den Aktienmarkt fehlt und die Wirkung der Fed-Entscheidung verpuffte, beginnen die Kurse erneut abzubröckeln. Der Mangel an positiven Perspektiven gilt dann als Beschleunigungsfaktor der Abwärtsbewegung genauso wie die sich abzeichnenden Margin-Calls und Zwangsliquidationen beim einen oder anderen Hedge Fund. Betrachtet man den Markt aus der Vogelperspektive, dann hat sich gegenüber den letzten Jahren etwas Fundamentales verändert, nämlich die Geldströme. Sorgten früher die Fed-Anleihenkäufe und die Veranlagung der chinesischen Devisenreserven für starke Zuflüsse am US-Aktienmarkt, der stieg und seinerseits die Weltbörsen nach oben zog, so fehlt heute dieser „Turbo“ und es bedarf erneuter Stimulationspakete der Notenbanken, um dem Markt größere Impulse zu verleihen. Weitere Turbulenzen an den Finanzmärkten können jedoch genau dazu führen und somit den Weg für eine Fortsetzung der langjährigen Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt bereiten.

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