Griechenland weiter am Tropf europäischer Steuerzahler

Michael Kordovsky

Griechenland scheint Narrenfreiheit zu haben.
Griechenland scheint Narrenfreiheit zu haben. (© Mariusz Kluzniak | Flickr | CC BY-NC-ND 2.0)

Griechenland scheint Narrenfreiheit zu haben. Nach vielen „letzten Verhandlungsfristen“ die keine letzten waren winkt erneuter Geldregen. Experten rechnen damit, dass Griechenland bis zum Jahr 2018 rund 85 Milliarden Euro benötigt. Der Schuldenberg soll binnen 2 Jahren von knapp 180 auf 200% der griechischen Wirtschaftsleistung ansteigen. Der vom IWF faktisch befürwortete Schuldenschnitt wird immer wahrscheinlicher. Alternativ können auch die Laufzeiten der Anleihen gestreckt werden. Umschuldungen kann der ESM vornehmen, der Zugang zu günstigen Kapitalmarkt-Geldern hat. Weniger als 2% auf 30 Jahre sind möglich und diese Konditionen können auch an Griechenland weitergegeben werden. Unabhängig davon wie ernst Griechenland die aktuellen „Spar-Reform-Zusagen“ nimmt, hat das Land einen militärischen Trumpf, nämlich einen NATO-Stützpunkt als Ausgangsbasis für Operationen im Nahen Osten. Dieser muss weiter gehalten werden. Ein Horrorszenario wäre es, wenn Griechenland aus der EU und NATO austreten würde und es dann russische und/oder chinesischer Stützpunkte in Griechenland gäbe. Mit 3 % der Wirtschaftsleistung sind Griechenlands Staatsschulden überschaubar und somit verleiht der militärische Trumpf den Griechen weiterhin Narrenfreiheit – und dies auf Kosten der europäischen Steuerzahler.