Integrität schlägt Verkaufstalent

Michael Kordovsky

Die Krise der Finanzdienstleister in Österreich ist nicht nur auf eine Handvoll Skandalprodukten zurückzuführen, sondern teilweise auch hausgemacht durch zu „gute“ Verkäufer, die ihre Kunden zum Abschluss von Produkten überredeten, die eigentlich gar nicht deren wahren Bedürfnissen entsprachen. Noch immer halten vorsichtige Konsumenten einen „Respektabstand“ zu Finanzdienstleistern. Der typische Privatanleger investiert längst primär in Immobilien oder hortet Cash auf Sparkonten und im Geheimsafe. Auch das Vertrauen in Banker ist gesunken. Es gibt nur noch wenige Vertrauenspersonen in Geldfragen und zwar entweder enge Angehörige sofern sie zumindest über Grundkenntnisse im Umgang mit Geld verfügen,  Steuerberater und in einzelnen Fällen auch Versicherungsmakler.

Um Kundenvertrauen (wieder) zu gewinnen, ist absolute Integrität erforderlich und das bloße polizeiliche Führungszeugnis ist zu wenig. Fleiß, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, keine leeren Versprechen, vornehmes zurückhaltendes Auftreten, fundiertes Fachwissen und absolute Genauigkeit, die auch eine profunde Kenntnis der Rechtschreibung mit einschließt – das sind heute Eigenschaften und Qualifikationen, die in dieser Kombination nur noch auf einen winzigen Bruchteil der am Arbeitsmarkt verfügbaren Mitarbeiter zutreffen. Doch Finanzdienstleister, die selbst integer in diesem Sinne agieren und ihr Team um gleichgesinnte Mitarbeiter erweitern, sind auf dem besten Wege, gefragte Vertrauenspersonen in Geldfragen zu werden.

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