Selloff im September?

Michael Kordovsky

Börse
© Rafael Matsunaga

Statistisch gesehen war in der Vergangenheit der September der schlechteste Börsenmonat. Doch danach war die Aktiensaison eröffnet. Die beste Jahreszeit für den Aktienmarkt ist nämlich – historisch betrachtet – die Zeit von Oktober bis April. Allerdings kann ein längerer Bear-Market dies ad absurdum führen. Obwohl eine Verlangsamung von Chinas Wirtschaftswachstum um 2 Prozentpunkte auf 5% das globale Wirtschaftswachstum nur um rund ein Zehntel bzw. von 3,3 auf 3,0%  bremsen würde, treffen die „Einzelschicksale“ von Blue-Chip-Unternehmen mit China-Exposure die Börse mitten ins Herz. Alleine schon die Erwartung schlechter Quartalszahlen aufgrund sich abschwächender volkswirtschaftlicher Frühindikatoren sendet die Kurse auf Talfahrt. Verstärkt werden dann die Bewegungen noch durch den Programmhandel. Zahlreiche Investmentbanken und Hedge Funds arbeiten mit ähnlichen Indikatoren. Zu den Klassikern zählen dabei gleitende 200 bis 260-Tages-Durchschnitte und zahlreiche Aktienkurse bzw. Indizes haben diese Werte zum Monats-Ultimo unterschritten. Die Fortsetzung der Talfahrt zum September-Auftakt ist deshalb nicht weiter verwunderlich. Darüber hinaus steigt die Nervosität je näher in den USA die Fed-Zinsentscheidung am 17. September rückt. Danach jedoch könnte sich am Aktienmarkt die Schnäppchenjagd in fundamental gesunden Werten lohnen, sofern ein Boden gefunden wurde und die Volatilität wieder nachlässt.

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