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KPMG Austria GmbH

Die weltweiten Investitionen in Fintechs sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: Wurden 2016 in Summe USD 24,7 Mrd investiert, so kamen Fintechs im Jahr 2017 auf USD 31 Mrd. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen KPMG Studie „The Pulse of Fintech“, bei der die weltweiten Investitionen in diesem Start-up-Segment analysiert werden. Waren die Investoren im letzten Jahr noch vorsichtig aufgrund von Brexit, der US-Präsidentschaftswahl und Schwankungen der Wechselkurse, legten sie im Jahr 2017 wieder kräftig zu. „Der globale Fintech-Markt hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt“, sagt Michael Petritz, KPMG Tax Partner und Start-up-Experte. „Der Sektor hat einen Reifegrad erreicht, wo Investoren nicht länger experimentieren. Ziel ist es, mithilfe von Fintechs die digitale Transformation ihres eigenen Geschäfts voranzutreiben.“

Globale Verteilung: USA als Top-Investor

Geographisch betrachtet stechen laut KPMG Studie insbesondere die USA hervor: Hier wurde 2017 rund die Hälfte aller globalen Fintech-Investitionen im Wert von USD 15,2 Mrd getätigt. In Europa kam es zu einer deutlichen Steigerung des Investitionsvolumens: von USD 2,2 Mrd im Jahr 2016 auf USD 7,44 Mrd im Gesamtjahr 2017. In Asien fielen die Investitionen im Fintech-Sektor eher moderat aus und erreichten lediglich USD 3,85 Mrd. Im Jahr 2016 waren es noch USD 10 Mrd.

Insurtech und Blockchain

Im Hinblick auf die Teilbranchen des Fintech-Sektors verzeichneten diese Bereiche im vergangenen Jahr ein rekordverdächtiges Investitions- und Venture Capital-Volumen. Flossen in Start-ups aus dem Versicherungsbereich im Jahr 2016 knapp USD 1,2 Mrd, konnte 2017 mit USD 2,1 Mrd (247 Deals) eine erneute Steigerung erzielt werden. Im Bereich Blockchain wurden 92 Investmentgeschäfte in Höhe von USD 512 Mio getätigt.