EU-PANORAMA: MiFID 2 im Endspurt

Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister

Nach einem rund vierjährigen Konsultations- und Arbeitsprozess hat die EU nun Mitte Juni die überarbeitete Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID 2) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Ab 3. Jänner 2017 muss der neue Rechtsrahmen zur Anwendung kommen. Fachgruppenobmann KommR Siegfried Prietl stellte daher den Status quo der Direktive in den Mittelpunkt der Veranstaltung der Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister „EU-Panorama“, das am 16.9.2014 im Spartenhaus der Wirtschaftskammer Wien stattfand: „Die Rahmenbedingungen stehen nun fest. In den nächsten Monaten wird allerdings eine Vielzahl an Standards präzisiert werden. Das bedeutet, dass wir die neuen Entwicklungen und Stellungnahmen laufend beobachten, tausende Seiten an Papier durcharbeiten müssen und im ständigen Dialog mit den gesetzgebenden Stellen in Österreich stehen werden.“  Rechtsanwalt Dr. Stefan Schermaier, hat in seinem Vortrag die wesentlichen Punkte der neuen Bestimmungen erläutert —insbesondere die Vergütungsregelungen, Telefonaufzeichnungen und „Product Governance – betreffend. Zukünftig müssen Kunden vor der Dienstleistungserbringung über die Art der Beratung, die Form der Analyse (umfangreich oder eingeschränkt) und darüber, ob eine regelmäßige Eignungsüberprüfung erfolgt, in Kenntnis gesetzt werden. Wird eine „unabhängige“ Dienstleistung erbracht, darf keine indirekte Vergütung angenommen werden. Weiters muss eine umfassende Palette an Finanzinstrumenten und eine dementsprechende Streuung angeboten werden.