Finanzvermögen

Das Interesse an verschiedenen Spar- und Anlageformen hat sich im Laufe der letzten Jahre deutlich gewandelt. Seit 2016 stehen Wohneigentum und Grundstücke an der Spitze des Rankings. Bausparvertrag und Sparbuch, einst und für lange Zeit die interessantesten Sparformen in Österreich, haben ihr Tief zwar überwunden, sind aber nach wie vor auf der Suche nach alter Stärke aus den Zeiten vor der Finanzkrise. Für 43 % der Österreicher sind Eigentumswohnung und Eigenheim die interessanteste Spar-und Anlageform gefolgt vom Grundstückskauf und bereits auf Platz drei der Bausparvertrag. Im weiteren Ranking folgen Gold, das Online-Sparkonto, Investmentfonds und das Sparbuch. Unabhängig davon, wie interessant Sparbuch und Online-Sparkonten sind, gehören sie dennoch zur finanziellen Basisausstattung, 83 % aller Österreicher legen ihr Geld darin an. Jedoch im Sicherheitsgedanken der Österreicher sticht das Sparbuch auch weiterhin alle Vorsorgeprodukte aus. Mit nur 21 % oder 134 Mrd EUR des gesamten Geldvermögens waren in Österreich betriebliche und private Vorsorgeprodukte wie Lebensversicherungen (81 Mrd EUR), kapitalgedeckte Pensionsansprüche (43 Mrd EUR) und Ansprüche aus betrieblichen Vorsorgekassen (10 Mrd EUR) im europäischen Vergleich äußerst schwach ausgeprägt (Stand: Ende Juni 2017). In Deutschland lag dieser Anteil bei über 30 %, im EU-Durchschnitt sogar bei 38 %. Seit 1996 ist das Volumen der Vorsorgeprodukte in Österreich auch kaum gestiegen. Eine Vielzahl an EU-Mitgliedstaaten lässt hier eine deutlich dynamischere Entwicklung erkennen.

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