Internationales Inkasso Ranking

ACREDIA

Der Kreditversicherer hat Inkassoverfahren in 50 Ländern untersucht. Durchgeführt wurde die Studie von Euler Hermes, ACREDIA ist Mitglied der weltweiten Euler Hermes Gruppe. Untersucht wurde wie groß die Chancen für Exporteure ist ihr Geld für ausstehende Rechnungen zu bekommen. Drei Hauptfaktoren wurden berücksichtigt, Zahlungspraktiken, lokale Gerichtsverfahren sowie das Insolvenzverfahren in den betreffenden Ländern.  Die in dem Ranking untersuchte Komplexität ergibt sich aus Anzahl von Insolvenzen in einem Land, lokalen juristischen Rahmenbedingungen sowie den Zahlungspraktiken. Westeuropa punktet mit den effizientesten Inkassoverfahren: Deutschland, Schweden, die Niederlande sowie auch Österreich zählen zu jenen Ländern mit dem niedrigsten Komplexitätsgrad. Schweden und Deutschland führen das Ranking mit den besten Zahlungspraktiken, den einfachsten Gerichtsverfahren sowie dem wirksamsten Insolvenzrecht an. Griechenland und Italien zählen in der gesamteuropäischen Betrachtung übrigens zu den einzigen beiden Ländern mit hoher Inkassokomplexität. Die Nahost-Länder Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate bilden im Vergleich der 50 wichtigsten Handelsnationen das Schlusslicht: Das internationale Inkassoverfahren in Saudi-Arabien ist beispielsweise dreimal so kompliziert wie in Schweden. Ebenfalls mit hoher Komplexität auf der Inkasso-Skala: Malaysia, China, Russland, Mexiko, Indonesien und Südafrika. ACREDIA Vorständin Gudrun Meierschitz unterstreicht: „Österreichs Export-Weltmeister sind zumeist mittelständische Firmen. Unbezahlte Rechnungen können für sie schnell existenzbedrohend werden. Deswegen ist die umfassende Einschätzung der Vertragspartner von Anfang an die verlässlichste Basis, vor allem in Ländern mit komplexen Rahmenbedingungen. Allgemein gilt: Ist das Geld nach 60 Tagen noch nicht da, wird es höchste Zeit, Inkasso-Experten mit internationaler Erfahrung einzuschalten.“