Investieren, aber wo?

Studie

Europa

Angesichts der derzeit niedrigen Zinsen in vielen europäischen Ländern für klassische Anlageprodukte, wie Sparbuch oder Bausparvertrag, sind viele Investoren um die Suche nach alternativen Anlageformen wie Immobilien, Gold oder Aktien bemüht. Je nach Herkunftsland sind die verschiedenen Finanzdienstleistungen unterschiedlich bewertet. Auch im Jahr 2014 hat GfK die privaten Finanzentscheider in Österreich, Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den USA hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen befragt.

Auch wenn die klassischen Sparprodukte, wie Bausparvertrag und Sparbuch, seit 2011 in Österreich kontinuierlich an Beliebtheit verlieren, bleiben diese beiden Sparprodukte für die Österreicher auch 2014 die interessantesten Anlageformen. Anders sieht es in Deutschland, Spanien, Frankreich, Großbritannien und den USA aus, wo die Finanzentscheider Ihr Geld am ehesten in Immobilien anlegen würden. Im Immobilienbereich liegen wir mit dem Interesse an einer Eigentumswohnung oder beim Eigenheim nur mehr bei 31 % der Befragten. Bei der Bewertung der privaten Zusatzpension gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. In Großbritannien sind 43 % an dieser Investitionsmöglichkeit interessiert, Deutschland 28 % Spanien 26 %, wir in Österreich stehen dieser Anlage skeptisch gegenüber und so ist nur jeder Achter mit dabei. Auch die betriebliche Altersvorsorge punktet außerhalb von Österreich. Die Lebensversicherung kommt nur für 19 % der Befragten bei uns im Land als Möglichkeit in Betracht. Auch Gold als Alternative bewerten Österreicher kritischer als Privatanleger aus anderen Ländern. Aber unabhängig vom Land entscheiden sich immer mehr Anleger auf jegliche Art von Rendite zu verzichten und das Geld lieber zu Hause zu sparen. In Österreich bleibt das Interesse für Aktien über die letzten vier Jahre eher unverändert: Fast jeder zehnte Österreicher ist bereit in Aktien zu investieren. Zur Studie werden jährlich in Österreich 18.000 Personen hinsichtlich ihres Interesses an Spar- und Anlageformen – unabhängig von der eigenen Nutzung- befragt.