Kooperation

Insurance Development Forum

Vertreter der Vereinten Nationen, der Weltbank und der Versicherungsbranche haben die Gründung des Insurance Development Forum bekannt gegeben. Das IDF agiert als Forum und hat sich unteranderem den Aufbau eines nachhaltigeren und robusteren weltweiten Versicherungsmarktes in einer Welt, wo das Risiko von Naturkatastrophen und das Klimarisiko stetig wächst, als Ziel gesetzt. Denn alleine in den Entwicklungsländern sind derzeit über 90 % der wirtschaftlichen Kosten von Naturkatastrophen nicht versichert, was als Schutzlücke bezeichnet wird. Das IDF agiert als Forum und will Folgendes ermöglichen: Die optimale Koordination von versicherungsbezogenen Aktivitäten, die Erarbeitung geteilter Prioritäten, die Mobilisierung kollektiver Ressourcen, den Aufbau strategischer und operativer Beziehungen innerhalb und zwischen Regierungen, der Industrie und internationalen Institutionen sowie die Bekämpfung nicht hilfreicher und unnötiger Fragmentierung von Anstrengungen und Ressourcen. Durch diese kollektiven Aktionen lässt sich die Schutzlücke schließen. An der Spitze wird eine hochrangige Lenkungsgruppe von Spitzenvertretern aus der Versicherungsbranche und Regierungsinstitutionen stehen, unterstützt durch ein Exekutivsekretariat in der International Insurance Society (IIS). Vorsitzender des IDF wurde Stephen Catlin, stellvertretender Vorsitzender von XL Catlin. Er sieht eine große Chance durch die Nutzung der Risikomanagementkompentenz der Versicherungswirtschaft, dass das wirtschaftliche Risiko von Naturkatastrophen besser eingeschätzt werden kann. Studien haben gezeigt, dass eine Ausweitung des Vesicherungsschutzes um 1 % die Steuerzahllast zur Katastrophenbewältigung um 22 % reduzieren kann. Geschäftsführer und CFO der Weltbankgruppe Joaquim Levy merkte an: „Wir sehen bei unseren Mitgliedsländern eine steigende Nachfrage nach Lösungen zum effektiven Kostenmanagement bei Katastrophenfällen und dies lässt sich am besten bewerkstelligen, wenn man an den verschiedenen Risikoebenen ansetzt. In vielen Ländern gibt es aber praktisch kaum einen Versicherungsmarkt. Aus diesem Grund ist die Schaffung des IDF eine wichtige Entscheidung, um alle Beteiligten der Industriewirtschaft zusammenzubringen und Partnerschaften zu festigen. Dies kann im Leben der Menschen eine wichtige Rolle spielen, egal ob Mikrorisikoversicherung für Naturkatastrophen, Schutz vor Pandemien oder Eigentumsschutz. Wir bei der Weltbankgruppe arbeiten mit Hochdruck an der Bekämpfung extremer Armut und der Förderung geteilten Wohlstands. In Ländern im unteren und mittleren Einkommensbereich haben nur ca. 17 % der Bevölkerung finanzielle Rücklagen und Versicherungen, gegenüber 45 % in Ländern im oberen Einkommensbereich. Daher hat Versicherungsschutz den größten Nutzen für die Schwächsten in unserer Gesellschaft.“