Studie zur Zinspolitik

Allianz Gruppe

Martin Bruckner
Martin Bruckner (© Allianz)

Die aktuelle Allianz Studie zur Zinspolitik der heimischen Haushalte zeigt auf, dass die österreichischen Haushalte durch die Niedrigzins-Politik seit dem Jahr 2008 insgesamt 10,4 Milliarden Euro an Nettozinseinkommen verloren haben – pro Kopf bedeutet das ein Minus von rund 1.300 Euro. „Geldpolitik hat verteilungspolitische Wirkungen, extreme Geldpolitik hat extreme verteilungspolitische Wirkungen“, kommentiert Martin Bruckner, Vorstandssprecher der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich. Das ist das Fazit der vergangenen neun Jahre im Euroraum, in denen die EZB ihre Geldpolitik fortwährend gelockert hat, bis hin zur Einführung von Negativzinsen und billionenschweren Anleihekaufprogrammen. Wie dramatisch die Auswirkungen der Zinspolitik sein können, zeigt die aktuelle Allianz Studie „Das Nettozinseinkommen der privaten Haushalte“.

Heimische Haushalte: Zinseinkommen im Sinkflug

In Österreich hat sich das Nettozinseinkommen der privaten Haushalte sukzessive verschlechtert: Erzielten sie im Jahr 2008 noch einen Zinsüberschuss von 0,7 Milliarden Euro, so befindet sich das Nettozinseinkommen spätestens seit 2013 im Sinkflug – im Jahr 2016 stand ein Fehlbetrag von -1,9 Milliarden Euro zu Buche. Treiber dieser Entwicklung hierzulande sind vor allem die Zinserträge, die im Betrachtungszeitraum um 80 Prozent einbrachen – obwohl die Vermögenswerte, vor allem Bankeinlagen, um 20 Prozent zulegten. Werden die jährlichen Veränderungen des Nettozinseinkommens (bezogen auf das Ausgangsjahr 2008) der vergangenen neun Jahre summiert, ergibt sich insgesamt ein Minus von 10,4 Milliarden Euro für die österreichischen Sparer.

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