Weltfrauentag

Brigitte Kreuzer (Fachgruppenobmann Stellvertreterin in Wien und selbstständige erfolgreiche Versicherungsmaklerin), Andrea Stürmer, MSc, MPA (CEO Zürich Versicherungs AG), Mag. Bianca Großgasteiger (Landesdirektorin Allianz Versicherung Vorarlberg) und Mag. Birgit Schmolmüller (Geschäftsführerin RWB Austria)

Wir Frauen wissen auch ohne Weltfrauentag was wir leisten und können. Dennoch tut es gut, einmal gefeiert zu werden. In unserer Redaktion ist eine Quotenregelung eher für Männer notwendig, hier einmal alle unsere Frauen vor den Vorhang: Isabella Schachinger, Mag. Sigrid Hofmann, Irene Steindl und ich – Doris Schachinger-Wrumen wünsche auch den Männern am Frauenwelttag eine wunderschöne Zeit.

In letztem Jahr waren viele Frauen aus der Branche in unseren Medien vertreten, hier einige Auszüge aus den Interviews:

Brigitte Kreuzer Fachgruppenobmann, Stellvertreterin in Wien und selbstständige erfolgreiche Versicherungsmaklerin:

Brigitte Kreuzer: „Ich bin überzeugt, dass der Beruf des Versicherungsmaklers besonders für Frauen geeignet ist. Es ist ein Beruf mit Zukunft, denn auch wenn vieles online funktioniert, wird eine persönliche Beratung, das persönliche Gespräch und die Betreuung immer wichtig bleiben. Je mehr man seinen Beruf gerne ausübt, desto mehr Chancen hat man in der Zukunft. Es wird Veränderungen geben, die man einfach mit Freude annehmen und mitleben muss.“

CEO Andrea Stürmer, MSc, MPA Zürich Versicherungs AG

Wie schwierig ist es als Frau in der Finanzdienstleistungsbranche Karriere zu machen, wo wird Gleichstellung gelebt?

Andrea Stürmer: „Ob es in der Finanzdienstleistungsbranche für eine Frau schwieriger als in anderen Branchen ist, Karriere zu machen, kann ich nicht beurteilen. Bei Zurich ist es jedenfalls so, dass wir die Gleichstellung von Frauen und Männern in unseren Prozessen verankert haben und uns klar dazu bekennen. So machen wir keine Unterscheidung nach Geschlecht bei Recruiting und Gehaltseinstufungen. Wir prüfen auch, ob es im Gehaltsgefüge Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Außerdem ermöglichen wir für alle Hierarchiestufen flexibles Arbeiten im Home-Office und bieten in den Ferienzeiten Kinderbetreuung in unseren Räumlichkeiten an.
Das unternehmensinterne Frauennetzwerk der Zurich-Gruppe wurde 2015 bei uns in Österreich etabliert. Der Name ist Programm: Unser Frauennetzwerk heißt Women’s Innovation Network oder kurz WIN. Ich unterstütze WIN seit vielen Jahren und werde es weiter fördern. “

Mag. Bianca Großgasteiger Landesdirektorin Allianz Versicherung Vorarlberg

Was würden Sie Frauen, die Karriere in einer männerdominierten Branche machen wollen, empfehlen?

Großgasteiger: „Mir fällt oft auf, dass Frauen sich weniger zutrauen als Männer in der gleichen Position – gerade auch, wenn es um das Thema Führung geht. Ich sage: Traut euch einfach! Das war auch für mich damals der Punkt. Wenn ich mich nicht getraut hätte, wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin. Seine Grenzen hat man nur im Kopf! Wir Frauen glauben oft, dass wir uns anpassen müssen. Ich denke, es ist wichtig, dass man sich nicht verstellt, da genau der weibliche Gegenpol in Diskussionen oft wertvoll ist. Denn ein gutes Team lebt von unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen – die Mischung macht‘s aus.“

Mag. Birgit Schmolmüller, Geschäftsführerin RWB Austria

Wie sehen sie die Gleichberechtigung in unserer Branche?

Schmolmüller: „Es ist insgesamt in der Gesellschaft und in der Branche sicherlich ein Thema. Ich persönlich hatte noch nie ein Problem mit Gleichberechtigung, das liegt aber auch daran, dass ich in einem Unternehmen arbeite, wo eine völlige Gleichstellung der Geschlechter gelebt wird. Es gibt in unserem Unternehmen sehr viele Frauen in Führungspositionen und jeder macht seinen Job so gut wie nur möglich. Was die Beraterschaft betrifft, ist das die ganz persönliche Entscheidung der Menschen in dem Bereich tätig zu werden. Ich glaube, dass viele Frauen die Branche als zu technisch und zahlenlastig ansehen. Wobei es um Beratung geht und hier Frauen definitiv keinen Nachteil gegenüber Männern haben, ein größerer Frauenanteil in der Branche wäre sicher sinnvoll, denn es geht darum, Kunden zu begeistern und zu informieren und das ist sicherlich eine weibliche Stärke.“