Erfolge

VIG

Prof. Elisabeth Stadler
Prof. Elisabeth Stadler (© Sebastian Reich)

Die vorläufigen Zahlen der VIG Group wurde veröffentlicht. Die Prämieneinnahme der Gruppe ist auf 9,4 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn vor Steuern wurde um 8,8 Prozent auf 443 Mio.Euro erhöht. Die Combined Ratio konnte auf 96,7 Prozent verbessert werden. Der neue Slogan der VIG Group lautet: „Schützen, was zählt“. Prof. Elisabeth Stadler: „Unser Erfolg im Jahr 2017 ist das erfreuliche Resultat einer konsequent verfolgten Geschäftsstrategie. Wir haben als eines der ersten österreichischen Unternehmen nach 1989 den Schritt in den Osten unternommen und das Potential in Zentral- und Osteuropa genutzt. Jetzt, wo allgemein von den großen Chancen gesprochen wird, die sich durch die gute Konjunktur der CEE-Volkswirtschaften ergeben, ernten wir bereits die Früchte unserer langfristig angelegten Strategie. Denn wir kamen in diese Länder, um dort auch zu bleiben. Das heißt, auch unabhängig von Konjunkturverläufen entsprechend nachhaltig orientiert aufgestellt zu sein. Wir setzen ganz bewusst auf lokales Unternehmertum und die Mehrmarkenstrategie. Wir leben diese Vielfalt aus Überzeugung und nutzen sie in unseren Märkten, die immer raschere Entscheidungen verlangen. Das gilt insbesondere für Themen wie die digitale Transformation. Dazu und zu weiteren Initiativen setzen wir im Rahmen unseres strategischen Arbeitsprogramms „Agenda 2020“ seit dem Vorjahr wichtige Maßnahmen. Das macht uns zukunftsfit und bringt uns weiterhin Resultate, die uns als stabilen und verlässlichen Partner auszeichnen“

Ohne Einmalerläge in der Lebensversicherung weist die VIG ein noch deutlicheres Prämienwachstum von 6,2 Prozent auf. Alle Sparten, mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung, verzeichneten ein Wachstum. Besonders stark sind die Gesamtprämien in der Slowakei (+10,6 Prozent), in Ungarn (+10 Prozent), in Bulgarien (+9,8 Prozent) in Polen (+8,2 Prozent) und in der Tschechischen Republik (+4,9 Prozent) gewachsen. Von den Sonstigen CEE-Ländern zeigten vor allem die Länder Bosnien-Herzegowina (+23,2 Prozent) und Serbien (+12,4 Prozent) im Jahr 2017 eine dynamische Prämienentwicklung. Insgesamt wurden im Jahr 2017 bereits 55,1 Prozent der Konzernprämien in CEE erwirtschaftet.Den größten Anteil am Prämienvolumen nimmt die Sachversicherung (28,1 Prozent) ein, gefolgt von der Lebensversicherung gegen laufende Prämie (27,4 Prozent), der Kfz-Haftpflicht (14,9 Prozent), der Lebensversicherung gegen Einmalerlag (12 Prozent), der Kfz-Kasko (11,7 Prozent) und der Krankenversicherung (5,9 Prozent). Die Krankenversicherung gehört zu jenem Geschäftsfeld, in dem die VIG vor allem im CEE-Raum großes Wachstumspotential sieht. Die Prämien in dieser Sparte steigen 2017 um 9,3 Prozent auf rund 564 Mio. Euro. In CEE konnten um beachtliche 43 Prozent mehr Prämien in der Krankenversicherung eingenommen werden. Der deutliche Zuwachs des Konzerngewinnes ist vor allem auf die gute Entwicklung der Combined Ratio sowie der positiven Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses in der Lebensversicherung in der Tschechischen Republik und der Slowakei zurückzuführen. Ein besonders starker Gewinnzuwachs konnte in Polen verzeichnet werden, der unter anderem aus der gelungenen Stabilisierung des Kfz-Versicherungsgeschäfts resultiert. Insgesamt tragen die Gesellschaften in der CEE-Region bereits rund 57 Prozent zum Gewinn (vor Steuern) bei. Das Finanzergebnis ist leicht rückläufig und liegt um 3,6 Prozent unter dem Vorjahreswert bei 924,3 Mio. Euro. Der Dividendenvorschlag wurde von 80 auf 90 Cent pro Aktie gesteigert.

Ausblick

Bis zum Jahr 2020 soll der Gewinn vor Steuern die 500 Millionen Euro Marke erreichen. Für die Combined Ratio wird bis 2020 ein Ziel von rund 95 Prozent angestrebt. Die Dividende wird der Ergebnisentwicklung folgen. Auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung und den eingeleiteten Maßnahmen der „Agenda 2020“ wird das für 2019 zu erreichende Ziel bereits auf 2018 vorgezogen. Konkret erwartet die VIG für 2018 ein Prämienvolumen von 9,5 Mrd. Euro und einen Gewinn (vor Steuern) im Rahmen von 450 bis 470 Mio. Euro. 

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