Gigantischer Schuldenberg

McKinsey

Schuldenberg

Seit der Finanzkrise 2007 ist die weltweite Verschuldung auf 199 Billionen Dollar gestiegen. Gemessen an der weltweiten Wirtschaftsleistung ein Plus seit 2007 um 17 %. Für die neue McKinsey-Studie wurden die Verschuldungen in den 22 größten und entwickeltesten und in 25 aufstrebenden Volkswirtschaften untersucht. Dabei wurden nicht nur die Staatsschulden berücksichtigt, sondern auch die von Unternehmen und Privathaushalten. In Österreich beträgt die Gesamtverschuldung nach den Berechnung des MGi 225 % des Bruttoinlandproduktes, eine Steigerung zur Zeit vor der Krise um 29 %. Damit liegen wir auf Platz 19 der untersuchen Staaten, zwischen Ungarn und Malaysia. Die Verschuldung entwickelt sich in den untersuchten Kategorien 23 % Staatliche Ausgaben, 6 % Finanzsektor, die Privathaushalte haben keine Erhöhung der Verschuldung. Die in der  in Relation zu ihrer Wirtschaftsleistung am höchsten verschuldeten Staaten sind Japan, Irland und Singapur.

„Die wachsende Verschuldung der Weltwirtschaft ist eine unerfreuliche Entwicklung. Sie verlangsamt die Erholung, erhöht das Risiko neuer Krisen und mindert die Fähigkeit, diese Risiken wirksam zu bekämpfen.“ –  Susan Lund, MGI-Partnerin und Koautorin der Studie

Vor allem drei Risiken sind nach Einschätzung der Autoren im Blick zu behalten:

Die Staatsverschuldung ist in einigen Ländern so hoch, dass sie ohne neue Wege nicht mehr zu bewältigen ist. Insgesamt ist allein die Staatsverschuldung seit 2007 um 25 Billionen Dollar gestiegen; Die Verschuldung der Privathaushalte erreicht in einigen Ländern Europas und Asiens neue Rekordmarken, etwa in den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Kanada, Südkorea, Malaysia und Thailand. Die Verschuldung in China hat sich seit 2007 von 7,4 Billionen auf 28,2 Billionen Dollar etwa vervierfacht, angetrieben vom Immobilienboom und den Schattenbanken. Die gute Nachricht: Die Entschuldung des Finanzsektors ist in den vergangenen Jahren gut vorangeschritten. „Schulden sind auch ein wichtiges Mittel, um Wirtschaftswachstum zu ermöglichen“, sagt Richard Dobbs, MGI-Direktor in London. „Aber seit Jahrhunderten hat ein unkontrollierter Schuldenaufbau immer wieder zu Finanzkrisen und unberechenbaren Marktausschlägen geführt. Daher müssen wir neue Ansätze entwickeln, wie die Welt mit den Schulden besser umgehen kann.“

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