Österreichs Kleinunternehmen unterschätzen Cyber-Risiken

Datendiebstahl, Erspressersoftware, Phishing-Attacken und DDoS-Angriffe, um durch unsinnige Datenanfragen Webseiten lahmzulegen werden immer häufiger. 

Laut dem TrendLabs(SM)  2016 Annual Security Roundup von Trend Micro stieg von 2015 auf 2016 die Anzahl der entdeckten Ransomware-Familien von 29 auf 247 an und Hintermänner erpressten 2016 eine Milliarde US-Dollar, da ihnen große Organisationen ohne Daten-Backup ins Netz gingen. Expertenaussagen zufolge werden mittlerweile täglich über 180.000 Datenpannen registriert und eine von 131 e-mails ist verseucht. Nicht umsonst schätzt Microsoft-Präsident, Brad Smith den wirtschaftlichen Schaden von Cyberattacken bis 2020 auf 3 Billionen Dollar.

Firmen, die keine ausreichenden Cyber-Security-Vorkehrungen auf dem aktuellen Stand der Technik treffen, drohen bei Cyberattacken Schadenersatzzahlungen und Verwaltungsstrafen. In diesem Zusammenhang und angesichts der bald strengeren Datenschutzbestimmungen wiegt sich laut einer aktuellen Studie der Allianz ein großer Teil österreichischer Kleinunternehmen in trügerische Sicherheit. 60% der 450.000 österreichischen Ein-Personen- und Kleinunternehmen fühlen sich von Cyber-Risiken kaum bedroht, rund ein Viertel hat sich über diese Thematik gar keine Gedanken gemacht, während 31% bei den Ausgaben für Virenschutz sparen.

Das kann fatal enden, zumal mit der Datenschutzgrundverordnung ab Mai 2018 Unternehmen jeder Größenordnung mit vielen zusätzlichen Verpflichtungen und Strafausmaßen konfrontiert sind. Es sind nämlich Strafen von bis zu 20 Millionen Euro vorgesehen! Doch 59% der befragten Kleinunternehmer haben davon noch überhaupt nichts gehört. Nur jeder 10. fürchtet eine Bestrafung wegen Verstöße gegen die Datenschutzgesetzgebung. 

Wie sehr Cyberrisiken hierzulande unterschätzt werden, zeigt schon alleine die Tatsache, dass es laut Angaben der Allianz bereits auf 17% der Kleinunternehmen, hochgerechnet rund 80.000 Betreibe einen Cyberangriff gegeben hat. 6% der befragten Unternehmen berichten sogar von mehreren Cyberattacken. „Am häufigsten erfolgten diese durch E-Mails mit „verseuchten“ Anhängen (65% ), bei rund einem Viertel durch Hacking, etwa eines Passwortes. In 26% der Fälle wurden die Unternehmen mit einer Zahlungsaufforderung konfrontiert, um ihre verschlüsselten Daten wieder freizuschalten“, so die der Allianz vorliegenden Daten.

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