Stellungnahme von durchblicker.at

Klage

Zum aktuellen Konflikt mit der eigenen Kammervertretung erklärt Reinhold Baudisch, Geschäftsführer des größten österreichischen Tarifvergleichsportals durchblicker.at:

Wir sind erschüttert zu sehen, wie unsere eigene Kammervertretung offenbar mit Geheimgutachten und Klage gegen uns als erfolgreiches Jungunternehmen vorgeht. Von der Klage haben wir soeben aus den Medien erfahren. Direkte Gespräche mit uns vorab wurden explizit und dokumentiert abgelehnt. Der uns zustehende Interessensausgleich wurde uns damit vorenthalten. Wir behalten uns deshalb rechtliche Schritte gegen die Funktionäre des Fachverbands vor.

Von hochrangigen Vertretern der Wirtschaftskammer wurde uns versichert, dass sie diese Vorgehensweise ihrer Teilorganisation nicht gutheißen. In allen Wirtschaftsbereichen erfinden Start-Ups die Welt neu. Die Bundesregierung schnürt Start-Up-Pakete und möchte das Land zu Europas Gründerland Nummer eins machen. Nur die alteingesessenen Standesvertreter tun sich offenbar schwer damit, zu akzeptieren, dass sich mündige Konsumenten heute selbst informieren möchten, was gut oder schlecht für sie ist bzw. was sie brauchen und was nicht.

Die Vorwürfe der Fachverbands-Funktionäre sind falsch und schlichtweg rufschädigend. Alle Angaben auf unserer Website sind korrekt und umfassend. Mit unseren Vergleichsrechnern haben wir von Beginn an auf volle Transparenz und einen möglichst breiten Marktüberblick gesetzt und damit neue Maßstäbe für Online-Portale definiert. Das geht so weit, dass wir soweit wie möglich auch jene Anbieter vergleichen, die sich nicht vergleichen lassen wollen. Verhindern Anbieter dies aktiv, haben wir derzeit keine rechtliche Möglichkeit, sie zum Vergleich zu zwingen.

Als zahlendes Kammermitglied haben wir in unserem Verständnis als junges Unternehmen ein Recht darauf, von unserer Standesvertretung ordentlich behandelt und nicht öffentlich diskreditiert oder gar geschädigt zu werden. Unser Fachverband erweist sich nicht als unsere Interessensvertretung, sondern lediglich als Partikularinteressensvertretung eingesessener Mitbewerber. Und das, obwohl wir wie alle Unternehmen gesetzlich zur Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer verpflichtet sind und damit die Aktivitäten des Fachverbands gegen uns mitfinanzieren.

Dass die Fachverbandsführung sich nach der Mehrheit seiner alteingesessenen 4.000 Mitglieder orientiert, ist zwar rein wahlarithmetisch nachvollziehbar. Wenn die Wirtschaftskammer es mit der Förderung innovativer Jungunternehmer ernst meint, dann kann der Fachverband unsere Interessen als 4.001tes Mitglied aber nicht einfach mit Füßen treten. Wir fordern den Fachverband deshalb auf, die Klage zurückziehen und sich mit uns endlich an einen Tisch zu setzen.

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