UNIQA setzt auf PIM

UNIQA Insurance Group AG

Kurz Svoboda, Mitglied des Vorstands, Chief Risk Officer, UNIQA Versicherungen AG

Die UNIQA Insurance Group verwendet bei der Bestimmung der quantitativen Kapitalanforderung in der Schaden- und Unfallversicherung ab sofort nicht mehr den Standardansatz nach Solvency II, sondern auf ein partielles internes Modell (PIM). Das PIM erlaubt UNIQA eine genauere Abbildung der versicherungstechnischen Risken entsprechend der individuellen Struktur des Unternehmens. Es wurde bereits von der FMA genehmigt und zertifiziert.

So weist UNIQA im Vergleich zur gesamten europäischen Versicherungswirtschaft in der Schaden- und Unfallversicherung deutlich geringere Schwankungen auf – ein Umstand der im PIM im Gegensatz zum Standardmodell berücksichtigt wird. Das Modell wird neben der Gesellschaft der UNIQA Gruppe in Österreich auch in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn und Rumänien angewandt. Durch die Anwendung dieses Modells stiegt die regulatorische Kapitalquote von UNIQA nach Solvency II per 30. September 2017 von bisher 215 Prozent auf 259 Prozent.

Kurt Svoboda, UNIQA CFO/CRO: „Auch wenn die Entwicklung des Modells für uns mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden war, hat es sich auf jeden Fall gelohnt näher hinzusehen, als es das Standardmodell nach Solvency II vorsieht. Nach dem Standardmodell werden für alle Versicherungsgesellschaften in Europa die gleichen Annahmen getroffen. Dabei gehen die individuelle Situation und die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der einzelnen Unternehmen natürlich unter -alles wird über einen Kamm geschoren und damit ist in gewisser Weise auch ungenau. Mit dem PIM können wir nun unser individuelles Risikoprofil viel exakter abbilden als bisher und auch das Risikokapital, das wir halten müssen, viel genauer bestimmen. Damit wird auch die wertorientierte Unternehmenssteuerung verbessert und wir können unser Kapital bestmöglich einsetzen.“