Vorläufige Zahlen 2017

VVO

Vorläufige Zahlen 2017
Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, und Generaldirektor KR Mag. Dr. Othmar Ederer, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO

Im Rahmen einer Pressekonferenz in den Barock Suiten im Museumsquartier präsentierten Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, und Generaldirektor KR Mag. Dr. Othmar Ederer, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, die vorläufigen Ergebnisse für das Jahr 2017.

Prämienentwicklung 2017

Ersten Berechnungen zufolge stiegen im Geschäftsjahr 2017 die Prämien sowohl in der Krankenversicherung (+3,0 Prozent) wie auch in der Schaden-Unfallversicherung (+3,2 Prozent). In der Lebensversicherung zeigt sich, wie auch im vergangenen Jahr, ein Rückgang der Prämienentwicklung (-5,1 Prozent).

Insgesamt stiegen die Prämieneinnahmen um 0,3 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Davon, entfielen 53,6 Prozent auf die Schaden-Unfallsparten 34,0 Prozent auf die Lebensversicherung und 12,4 Prozent auf die Krankenversicherung. 

„Die gesamten Versicherungsleistungen des Jahres 2017 beliefen sich auf 14,2 Milliarden Euro – das ist ein Minus von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Prof. Dr. Norman-Audenhove. Der Rückgang der Leistungen beruhen auf weniger Auszahlungen in der Lebenssparte (-12,7 Prozent).  Allerdings stiegen die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung um 8,6 Prozent. Die Steigerung in der Krankenversicherung betrug 5,2 Prozent.

Katastrophenjahr 2017

2017 war das das Jahr mit der zweithöchsten je registrierten Schadensumme durch Naturkatastrophen nach 2011. Weltweit hat sich die Schadensumme gegenüber dem Jahr 2016 nahezu verdoppelt. Sie stieg von 175 Milliarden US Dollar auf 175 US Dollar an.  Auch Österreich blieb davon nicht verschont.

Engagement im Ausland

„Einige Österreichische Versicherungsunternehmen haben sich in der Vergangenheit richtig entschieden und in die Staaten Zentral- und Südosteuropas expandiert“, so Dr. Ederer.

Mit rund 100 Töchtern sind die österreichischen Versicherer in über 20 CESEE Staaten vertreten. Sie haben rund 40.000 Mitarbeiter und nehmen in vielen Staaten die Marktführerschaft ein. Das im Ausland erwirtschaftete Prämienvolumen betrug 6,5 Milliarden Euro.

Stabilität und Zuverlässigkeit

Dr. Ederer bewertet die Erfolge der österreichischen Versicherungswirtschaft als Stabilitätsfaktor der Wirtschaft und von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Versicherungsunternehmen beschäftigen direkt und indirekt mehr als 60.000 Personen in ganz Österreich.

Ausblick 2018

Die ersten Prämienprognosen für 2018 sind positiv und liegen für die Gesamtprämienentwicklung bei 1 Prozent. Der Wachstumstrend in der Schadenunfallversicherung, sowie auch in der Krankenversicherung setzt sich auf gleichem Niveau fort, die Negativentwicklung in der Lebensversicherung wird sich verlangsamen.

Generaldirektor Ederer wünscht sich, auch im Hinblick auf IDD und DSGVO, etwas weniger Bürokratie und Verwaltungsaufwand in den kommenden Jahren.