Das Ende der Lebensversicherung?

Tiroler Versicherungsmakler

Fachgruppenobmann der Tiroler Versicherungsmakler Thomas Tiefenbrunner
Fachgruppenobmann der Tiroler Versicherungsmakler Thomas Tiefenbrunner (© Johannes Brunnbauer)

Der Fachgruppenobmann der Tiroler Versicherungsmakler Thomas Tiefenbrunner hat zum sechsten Expertentag nach Innsbruck geladen. Neben rund 100 Versicherungsmaklern waren auch Fachverbandsobmann Gunther Riedlsperger, Spartenobmann Dietmar Hernegger sowie die Versicherungsvorstände Harald Riener (Donau Versicherung), Arno Schuchter (Generali) und Peter Steiner (Nürnberger) beim Expertentag anwesend.

„Lebensversicherungen sind nach wie vor ein beliebtes Vorsorgeinstrument. Doch immer mehr Experten sehen in den gängigsten Produkten Versäumnisse und Fehlinformationen. Durch unfaire Kostenstruktur und veraltete Kapitalgarantien werden die an sich attraktiven Produkte zum sicheren Verlustgeschäft. Dabei gäbe es Alternativen, über die wir gerne mit der Versicherungswirtschaft diskutieren“, eröffnete Thomas Tiefenbrunner den Expertentag.

Unfaire Zillmerung und zu hohe Kosten

„Unter der Zillmerung versteht man die Verrechnung der gesamten Abschlusskosten zu Beginn eines Vertrages. Dadurch werden in den ersten fünf Jahren bis zu 50 % der Prämien für Kosten verrechnet. Gerade beim aktuell niedrigen Zinsniveau führt dies dazu, dass Kunden oft über 17 Jahre – und länger – Kosten abstottern. Die ohnehin geringen Renditen werden zusätzlich geschmälert“, erklärte Experte Wolfgang Staudinger von www.ungezillmert.com. Dazu kommen enorme Kostenunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern und Verträgen, selbst bei den seltenen ungezillmerten Varianten. Zusammen mit den Kapitalgarantien, die zu einer konservativen Veranlagung mit geringen Ertragschancen zwingen, wird aus einem grundsätzlich attraktiven Produkt schnell eine Kostenfalle für die Konsumenten.

Kapitalgarantie bringt „sicheren“ Verlust

Denn egal ob Sparbuch, Bausparer oder klassische Lebensversicherung: Bei allen diesen Sparformen wird gänzlich oder überwiegend in Geldwerte investiert. Der Erfolg oder Misserfolg hängt also zu 100% an der Entwicklung der Geldwerte. Und diese werfen seit rund fünf Jahren keine Renditen ab, was nach Abzug der Inflation zu einem nahezu sicheren Verlust führt. Konsumentenschützer, wie der VKI, warnen seit Jahren. Dabei gäbe am Markt sogar Alternativen, mit denen wieder alle Beteiligten profitieren. Wolfgang Staudinger sieht hierbei die Makler in der Pflicht aber auch eine große Chance. Nur Freie Makler können Klienten über diesen wesentlichen Vertragsbestandteil unabhängig aufklären und Alternativen anbieten. „Wenn man weiß, worauf man achten muss, sind fondsgebundene Lebensversicherungen noch immer die beste Basis für erfolgreichen Vermögensaufbau. Nur wenn ein Vertrag ungezillmert, kostengünstig und flexibel ist, dann rechnet es sich für den Konsumenten.“ ist Wolfgang Staudinger überzeugt. Und er legt in Richtung Makler nach: „Nur wenn ein Vertrag ungezillmert, kostengünstig und flexibel ist, dann rechnet er sich für den Konsumenten und langfristig durch eine hohe Kundenzufriedenheit auch für den Makler.“ Thomas Tiefenbrunner zur Thematik: „Aufgrund des Steuervorteils bieten Lebensversicherungen die optimale Basis für den Vermögensaufbau.
Leider wird beim Großteil aller Angebote dieser Vorteil durch unfaire Berechnungsmethoden und zu hohen Kosten zunichte gemacht.Bei der nach dem Mathematiker Dr. August Zillmer benannten Berechnungsmethode Zillmerung werden sämtliche Abschlusskosten zu Beginn fällig. Das bedeutet, dass die Sparer, abhängig von der Art der Zahlung und der Laufzeit des Vertrages, bis zu fünf, zehn oder gar 20 Jahre lang weniger herausbekommen, als sie einzahlen. Und selbst bei den wenigen ungezillmerten Tarifen bestehen enorme Kostenunterschiede von bis zu 66 %. Es ist eigentlich ganz logisch. Aufgrund der aktuellen Zins- und Inflationslage muss man bei allen Garantieversprechen auf 30 Jahre ganz einfach mit einem Realverlust rechnen. Weil das Geld mit höchster Wahrscheinlichkeit in 30 Jahren nicht mehr soviel wert sein wird, wie heute.“

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