„Der Weg ist das Ziel“

VVO Österreich

Wie schon in unserer Juni Ausgabe ausführlich berichtet, Motorradfahren ist nicht unbedingt eine der sichersten Fortbewegungsahrt auf unseren Straßen. Zum Thema Sicherheit beim Motorradfahren hat der Versicherungsverband Österreich in Kooperation mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, der Arge 2 Rad und dem Verkehrsministerium eine Pressekonferenz abgehalten. Bundesministerin Doris Bures stellte einige Möglichkeiten zur Senkung der Unfallzahlen bei Einspurigen in der Zukunft vor. Denn noch nie gab es so viele Motorräder wie heute. Der Bestand an motorisierten Zweirädern hat in den letzten 10 Jahren um 60 % zugenommen. Die Motorradindustrie ist ebenfalls sehr an der Sicherheit Ihrer Fahrer interessiert und investiert bereits seit vielen Jahren viel Geld in die Entwicklung von Sicherheitssysteme.  Bereits 25 % aller in Österreich neu zugelassenen Zweiräder haben ein ABS-System, welches ab 2017 verpflichtend sein wird. Viele Hersteller bauen Sereienmäßig bereits Traktionskontrollen ein. 2 Hersteller sind bereits in Testphasen dabei, dem „Toten Winkel“ den garaus zu machen, sollte sich ein Fahrzeug dem Motorrad zu sehr nähern leuchtet am entsprechenden Seitenspiegel ein rotes Licht auf. Besonderen Augenmerk legt man auf die Sicherheit der Führerscheinneulinge ab dem Alter 39+. Denn in dieser Altersgruppe ist die Gefahr in einem schweren oder tödlichen Verkehrsunfall verwickelt zu sein besonders hoch, laut Statistik betrifft es jeden Zweiten.  Nun startet die Bundesministerin in Kooperation mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit eine 3 Säulen Kampagne um die Sicherheit rund um  das beliebte Hobby zu erhöhen. Lernen aus den Fehler anderer- Bewusstsein schaffen durch Gespräche und Vorträge von verunfallten Motorradlenkern, Biken mit Begleitung – dabei wird der Fahranfänger über 2.000 Kilometer von einem erfahrenen Biker begleitet und individualisierte Lernprogramme. Auch bei der Führerscheinausbildung will man einige Reformen bei „Motorrad-Spätstartern“ durchsetzen, die rechtzeitig vor der nächten Motorradsaison im Gesetz verankert werden sollen. Laut dem Motto „Mehr Fahrpraxis in der Ausbildung bringt mehr Sicherheit“ wird mehr auf Praxis statt auf Theorie gesetzt. D. h. ein zusätzliches Modul mit zwei Praxisunterrichtseinheiten, im Moment bieten Fahrschulen das Modul bereits auf freiwilliger Basis an. Bei der Perfektionsfahrt statt 2-er Gruppen 4-er Gruppen um auch die Gruppenausfahrt zu üben und bei der Praxisausbildung die Stundenanzahl von 12 auf 14 Stunden erhöhen. Die Versicherungswirtschaft begrüßt die zusätzlichen geplanten Sicherheitsmassnahmen und könnte sich vorstellen, Bemühungen um die eigenen Sicherheit mit Vergünstigungen zu belohnen.