Expertentag

Tiroler Versicherungsmakler

Wenzel Staub (Vorstandsvorsitzender MUKI), IC Spartenobmann Dietmar Hernegger, Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner, Fachgruppengeschäftsführer Kurt Lorbek, Moderator Ronald Barazon, Matthias Effinger (CEO ARAG), Harald Riener (Vorstandsdirektor DONAU Versicherung), Hermann Fried (Vorstandsdirektor Wiener Städtische Versicherung), Fachverbandsgeschäftsführer Erwin Gisch, Rechtsanwalt Roland Weinrauch

Der neunte Expertentag der Tiroler Versicherungsmakler stand unter dem Motto der Einhaltung und Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung. Besonders die Versicherungsbranche ist von der DSVG besonders betroffen, da da hier heikle und teils personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die DSGVO ändert sich hinsichtlich der bestehenden Datenschutzrichtlinien in erster Line darin, dass sich die Dokumentation und die Strafhöhe im Falle eines Verstoßes erheblich erhöhen. Die Informationspflichten bei der Erhebung personenbezogener Daten werden mit Inkrafttreten der Verordnung erheblich erweitert. Kundendaten und Aktivitäten müssen zukünftig noch genauer dokumentiert und dargelegt werden, da es sich großteils um sehr sensible Daten handelt wie man am Beispiel Gesundheitsdaten erkennen kann. Diese Daten müssen entsprechend gesichert im Maklerunternehmen aufbewahrt werden. „Hier geht es in erster Linie auch um das Thema ITSicherheit. Datensicherung, feuer- und diebstahlsichere Aufbewahrung wird zukünftig viel strikter gehandhabt als das bisher der Fall war“, informierte Fachverbandsobmann Christoph Berghammer. Je genauer die Dokumentation, desto besser. „Generell sollte jedes Gespräch mit dem Kunden protokolliert werden. Werden die Daten z.B. an die Versicherungsgesellschaften weitergegeben sollte auch dies gesondert dokumentiert werden“, empfahl Rechtsanwalt Roland Weinrauch. Auch bei der telefonischen Durchgabe relevanter Daten empfiehlt der Rechtsexperte, sich den Inhalt des Gespräches schriftlich bestätigen zu lassen. Aber auch bei Apps oder Websites, bei denen kundenbezogene Daten verarbeitet werden, ist eine entsprechende regelmäßige Kontrolle und Pflege zu beachten. Für die Daten haftet nämlich nicht der Hersteller von App oder Website sondern der jeweilige Betreiber. Neben der personellen Ressourcen steht auch die IT in den jeweiligen Unternehmen vor einer großen finanziellen Herausforderung. Um die Sicherheit digitaler Daten zu gewährleisten, muss man sich am neuesten Stand der Technik bewegen. Regelmässige Programmupdates, eine entsprechende Datensicherung sowie eine Auftragsdatenverarbeitung bei Weitergabe der Daten an Dritte sind nur einige Beispiele, die im Tagesgeschäft eingehalten werden müssen. Die Auftragsdatenvereinbarung

beinhaltet, wann die Daten zur Verfügung gestellt werden und wann diese wieder gellöscht werden müssen. Dem Kunden gegenüber muss man diesbezüglich jederzeit eine Auskunft erteilen können. Wir haben uns informiert, wie die am Podium anwesenden Versicherungsunternehmen sich mit er Materie auseinandersetzen, lesen Sie darüber im nächsten risControl Print.

Bildunterschirft:

(v.l.) Wenzel Staub (Vorstandsvorsitzender MUKI), IC Spartenobmann Dietmar Hernegger, Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner, Fachgruppengeschäftsführer Kurt Lorbek, Moderator Ronald Barazon, Matthias Effinger (CEO ARAG), Harald Riener (Vorstandsdirektor DONAU Versicherung), Hermann Fried (Vorstandsdirektor Wiener Städtische Versicherung), Fachverbandsgeschäftsführer Erwin Gisch, Rechtsanwalt Roland Weinrauch