Kampf gegen den Bodenfraß

Beutelmeyer, Moretti und Weinberger unisono: „Verbauen wir nicht die Zukunft unserer Kinder. Jetzt unterschreiben und was bewegen!“

Dr. Kurt Weinberger, Chef der Österreichischen Hagelversicherung, macht Prominente mobil, um den „Bodenfraß den Kampf“ anzusagen. Denn täglich wird in Österreich die Fläche eines Bauernhofes das ist eine Fläche von rund 20 Hektar versiegelt. Ein Flächenverbauungswahn der wertvollen Ackerboden vernichtet. Seit Ende Juli 2017 besteht nun die Möglichkeit die Kampagne auf www.bodenlos.info zu unterstützen. Die im Auftrag der Österreichischen Hagelversicherung beim market-Institut aktuell durchgeführte Studie zeigt, dass sich die österreichische Bevölkerung Gedanken über Themen macht, die im direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Bodenverbrauch stehen. Der Klimawandel, die Temperaturerhöhung und Zunahme von Naturkatastrophen spielen dabei die größte Rolle. Die Gefährdung der Lebensmittelproduktion sowie eine zunehmende Verschandelung der Landschaft werden ebenso als Sorgen genannt. Damit spiegelt sich wider, wovor die Österreichische Hagelversicherung seit Jahren warnt. Denn Bodenverbauung macht arbeitslos, es sind 500.000 Arbeitsplätze in und um die Landwirtschaft gefährdet. Brotlos – denn immer weniger Böden gefährden die Versorgung Österreichs mit heimischen, regionalen Lebensmitteln. Als prominenten Mitkämpfer konnte Dr. Kurt Weinberger Tobias Moretti gewinnen, Schauspieler, Landwirt und langjähriger Unterstützer der Kampagne gegen den rasanten Bodenverbrauch. Moretti: „In Zeiten, in denen jeder die Regionalität von Lebensmitteln einfordert, machen wir uns gleichzeitig durch den hohen Flächenverbrauch in Österreich von multinationalen Agrar- und Lebensmittelstrukturen zunehmend abhängig. Ganz abgesehen von der rasanten Verbauung unserer Grün- und Ackerflächen. Es gibt ja kein Zurück mehr! Es braucht nicht jedes Dorf sein eigenes Industrie- bzw. Shoppingcenter. In und um Innsbruck gibt es mittlerweile vier bis fünf große Einkaufszentren, in einem Gebiet, das vielleicht 15 km umfasst. Die Gemeinden sagen klarerweise nicht nein, wenn es die effizienteste Einnahme zu sein scheint. Was die Verbauung angesichts der Klimaveränderung bedeutet, hören wir alle seit Wochen ständig in den Nachrichten. Der Boden als Wasser- und CO2- Speicher geht zunehmend verloren, wir taumeln zwischen Hochwasserkatastrophen und extremer Trockenheit hin und her. Man braucht nie mehr von Kultur zu reden, wenn man die Kultur des eigenen Lebens und Lebensraumes vernichtet.“

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