Provisionen und Offenlegungen in Europa

EU Panorama

Mit diesem Thema endet die heurige Veranstaltungsreihe „EU-Panorama“ der Wiener Fachgruppe der Finanzdienstleister. Mit einer kurzen Einführung darüber, was die MiFID II alles so bringen wird, eröffnete Rechtsanwalt Dr. Christian Winternitz (Kanzlei Kraft & Winternitz Rechtsanwälte) den Themenabend, der einen Einblick in andere europäische Länder in Hinblick auf Provisionsverbote gewährte. Erläuterungen zu MiFID II-Begriffsbestimmungen, Organisationspflichten sowie unabhängige und nicht unabhängige Beratung gingen dem anschließenden Ländervergleich in Bezug auf Provisionsverbote in Europa voraus. Kanzleipartner MMag. Boris Steinmair erläuterte die Entwicklungen in Großbritannien, wo seit Anfang 2013 keine Zahlungen der Produktanbieter an Vermittler erfolgen dürfen. In Deutschland ist seit August 2014 das Honoraranlageberatungsgesetz in Kraft, das eine ausschließliche Vergütung durch den Kunden vorsieht. Die Honoraranlageberatung in Deutschland beruht auf Freiwilligkeit. Honorarberater haben sich allerdings in einem öffentlichen Register der BaFin einzutragen. Ganz anders stellt sich die Situation in den Niederlanden dar, wo ein absolutes Provisionsverbot gilt.Die Fortsetzung der Fachinformationsabende stehe aber jetzt schon fest, betonte Fachgruppenobmann KR Siegfried Prietl im Rahmen der Begrüßung: „Wir werden das bisherige Themenspektrum mit dem Fokus auf EU-Vorhaben um andere, für die österreichische Finanzdienstleistungsbranche interessante Fachthemen erweitern. Daher wird das EU-Panorama im nächsten Jahr unter dem neuen Titel „Finanzdienstleister-Panorama“ — kurz: FDL-Panorama — fortgeführt.“