Bilanzzahlen

Generali Gruppe

Generali Bilanz 2016
CEO Alfred Leu, Generali Holding Vienna AG und Generali Versicherung AG (© risControl/Schönfellner)

Die Generali Gruppe hat im Jahr 2016 2,6 Mrd. Euro Prämienvolumen generiert. Davon entfallen 2,3 Mrd. Euro auf die Generali Versicherung, 231 Mio. Euro auf die BAWAG P.S.K. Versicherung und 56 Millionen Euro auf die Europäische Reiseversicherung. CEO Alfred Leu, Generali Holding Vienna AG und Generali Versicherung AG, erklärt: „Die Generali Gruppe Österreich kann eine starke Performance im Geschäftsjahr 2016 vorweisen. Die Ziele wurden erreicht und das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die rasche und konsequente Umsetzung zahlreicher strategischer Initiativen im Bereich Kundenfokus und Digitalisierung trägt wesentlich zu diesem Erfolg bei und stärkt unsere Position am Markt.“

In der Schaden/Unfall Versicherung sind die Prämien um 0,8% auf 1,4 Mrd. Euro gewachsen. Die Prämien in der Lebensversicherung – bereinigt um das Einmalerlagsgeschäft in der klassischen Lebensversicherung – erhöhten sich um 0,3 Prozent auf 823 Mio. Euro. Das kräftigste Prämienwachstum verzeichnete die Krankenversicherung mit 5,1 Prozent auf 273 Mio. Euro, das erfolgreiche Wachstum setzt sich auch im ersten Quartal 2017 fort. CFO Mag. Klaus Wallner, Generali Holding Vienna AG und Generali Versicherung AG: „Die Generali Gruppe Österreich blickt in einem von geopolitischen Unsicherheiten, Finanzmarktvolatilität, unveränderten Niedrigzinsen sowie anhaltend intensivem Wettbewerb geprägtem Umfeld auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. Wir weisen ein profitables Wachstum, eine ausgezeichnete technische Entwicklung mit einer historisch niedrigen Combined Ratio und eine Steigerung des Ergebnisses vor Steuern auf 233 Millionen Euro aus. Dank dieser nachhaltig erfolgreichen Entwicklung konnten wir unsere finanzielle Stärke weiter festigen.“

Die Combined Ratio wurde von 93,4% auf 91,9% gesenkt, die Solvency II Quote beträgt 195,1 %. Das Kapitalanlagevolumen von 13,8 Mrd. Euro teilt sich auf 78% Anleihen/Darlehen, 11% fremdgenutzte Immobilien, 6% Aktien/alternative Investments, 3% Beteiligungen und 2% Cash auf. „Die Zusammensetzung hat sich im letzten Jahr nicht signifikant verändert, auch die Vorjahreswerte waren ähnlich. Wir halten an unserer Kapitalanlagen-Politik absolut fest“, so CFO Wallner.

 Digitalisierung

CEO Alfred Leu erläutert die voranschreitende Digitalisierung innerhalb der Generali: „Moderne und flexible Kommunikationskanäle werden bereitgestellt, sodass jeder Kunde individuell über seine gewünschte Kontaktvariante entscheiden kann. Wir sind da, wo unsere Kunden sind. Zusätzlich schaffen wir durch den Einsatz digitaler Tools ein innovatives Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter und steigern die Effizienz in der Verarbeitung.“ So lag der Anteil der papierlosen Versicherungsanträge im ersten Quartal noch bei etwa 30%, aktuell liegt der Wert bereits bei über 80%. Auch in Zeiten der Digitalisierung hält man am Mehrkanalvertrieb fest – die Hälfte des Neugeschäftes kommt vom Exklusivvertrieb, ein Drittel von den freien Vertriebspartnern und der Rest aus dem Bankenvertrieb.

Die Zusammenarbeit mit mehr als 2.300 freien Vertriebspartnern soll auch zukünftig ausgebaut werden. „Digitalisierung hat für unsere Kunden große Bedeutung, wenn es um die Kontaktaufnahme, um Online-Informationen oder um einfache Abläufe bzw. Self-Services geht. Sie rückt jedoch bei der Betreuung und Beratung unserer Kunden in den Hintergrund. Denn im Beratungsgespräch sind stets der Mensch als persönlicher Ansprechpartner und die Qualität der Beratung im Mittelpunkt. Digitalisierung und persönliche Beratung stehen bei der Generali nicht im Widerspruch zueinander, sondern ergänzen sich viel mehr zu einem gemeinsamen Ganzen“, so Leu.

Im Oktober 2017 plant die Generali den Start des Gesundheitsprogramms Vitality, bei dem der Vorsorgeaspekt mit einem modernen technischen Ansatz in den Vordergrund gestellt wird. Mitglieder werden zu einer Verbesserung ihrer Gesundheit motiviert und für diese Anstrengungen belohnt. Die Einführung eines Telematik Tarifes im Kfz Bereich wird noch geprüft. Ab Juni 2017 erfolgt die Ausweitung der Produktwelt Betrieb und Beruf um die Deckung von Cyber-Attacken und eine 24-Stunden-Hilfe bei IT-Problemen für KMUs.