Gefahren bei Wintersport

VVO

Dr. Wolfram Littich (VVO-Vizepräsident und Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich) Prof. Peter Habeler (Extremsportler und Bergführer) Dr. Othmar Thann (Direktor des KFV ) und Dr. Louis Norman-Audenhove (Generalsekretär des VVO)

Rund alle 4 Minuten passiert auf Österreichs Pisten ein Unfall. Laut Studie jedoch nicht wie gedacht durch Zusammenstöße, sondern durch Selbstüberschätzung und mangelnder körperlichen Fitness. Auch die Verletzungsmuster haben sich in den letzten Jahren geändert. So waren es früher die Unterschenkelverletzungen, sind es heute oft Schulter und Knieverletzungen, mit denen täglich 345 Wintersportler in die österreichischen Krankenhäuser eingeliefert werden. Ein positiver Rückgang bei den Kopfverletzungen ist darauf zurück zuführen, das mittlerweile 83 % der Skifahrer einen Helm tragen.
Dr. Othmar Thann Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit: ,,Man muss das Risiko so einschätzen, dass man das Risiko auch beherrschen kann“. Durch neue moderne Materialien können Skifahrer eine Geschwindigkeit bis zu 80 km/h erreichen, wobei man mit einer Reaktionszeit von fast 0,9 Sekunden rechnet. ,,Mit solchen Geschwindigkeiten, gefährdet man nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Leben“ so Thann. Ein Vergleich: Wenn ein Skifahrer mit rund 80 km/h auf ein Hindernis zu rast, ist es wie wenn man aus dem 8. Stock eines Hauses fällt.
Nicht nur die Materialien haben sich in den letzten Jahren verändert, sondern auch die Menschen. Nicht nur, dass viele auf die eigentlich selbstverständlichen Phrasen wie „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“ verzichten, so verzichten leider auch viele auf Hilfeleistung und begehen nach einem verursachten Unfall, Fahrerflucht. Jährlich sterben 40 Personen auf den Pisten. Rund ein Drittel der Personen sterben nicht durch Unfälle, sondern an Herzkreislaufproblemen wegen mangelnder körperlichen Fähigkeiten.
Oft sind Wintersportunfälle nicht nur eine rein menschliche Tragödie, sondern ziehen auch erhebliche finanzielle Probleme nach sich, da vier von fünf Unfälle Freizeitunfälle sind und daher nicht von den Sozialversicherungen übernommen werden. Bis dato haben 60 % aller Österreicher keine private Unfallversicherung und sind dadurch in der Freizeit nicht versichert.

Diese Seite verwendet Cookies. Mehr

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close