Hohe Strafen bei Fahrerflucht auf Skipiste

D.A.S Rechtsschutz

flickr | kcxd | CC BY-NC-ND 2.0)

In letzter Zeit häufen sich wieder Skiunfälle mit Fahrerflucht auf Österreichs Skipisten. Die D.A.S. rät immer die Daten nach einem Zusammenstoß auszutauschen, selbst wenn nicht sofort eine Verletzung bemerkbar ist. Bei Fahrerflucht droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Auch als Unbeteiligter ist man verpflichtet, nach einem Unfall erste Hilfe zu leisten. Bei Aufzeichnungen mit Helmkameras für Beweiszwecke ist jedoch Vorsicht geboten, da hier die Gefahr besteht, dass man gegen das Datenschutzgesetz verstößt.

Eine kurze Unachtsamkeit ist oftmals der Auslöser eines Zusammenstoßes. Leider zeigt die Vergangenheit, dass immer seltener Erste Hilfe geleistet wird. Bei fast einem Drittel der Pistenunfälle fährt der Verursacher einfach weiter. Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG: „Oft bemerkt man erst nach dem ersten Schrecken, dass man doch verletzt ist. Der Unfallgegner begeht dann ungewollt Fahrerflucht.“ Verletzt man jemand anderen oder unterlässt die erforderliche erste Hilfe, ist man gemäß Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen. Bei schwerer Körperverletzung drohen sogar bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Jurist Kaufmann warnt außerdem, dass man sich auch als Unbeteiligter rasch strafbar machen kann: „Kommt man als Unbeteiligter zu einer Unglücksstelle, ist man ebenfalls zur Hilfe verpflichtet. Unterlässt man diese, kann man mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten bestraft werden.“

 Vorsicht bei Helmkameras zu Beweiszwecken

Kritisch gestaltet sich die Aufzeichnung für Beweiszwecke mit den aktuell sehr beliebten Helmkameras. Grundsätzlich wird zwischen Filmen für touristische Zwecke und der Videoüberwachung unterschieden. Filmt ein Skifahrer etwa systematisch und fortlaufend, um Beweismaterial zu sichern oder um etwaiges Fehlverhalten von anderen Wintersportlern zu dokumentieren, stellt dies einen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz dar und kann mit einer Verwaltungsstrafe in Höhe von bis zu 25.000,- Euro geahndetwerden. „Filmt ein Skifahrer mittels Helmkamera ausschließlich, damit er seinen Fahrstil analysieren kann oder eine „spannende Abfahrt“ für Erinnerungszwecke, handelt es sich um keine Videoüberwachungen im Sinne des Datenschutzgesetzes“, klärt Kaufmann auf.

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