Neuer Rekord

ÖBV Versicherung AG

Die ÖBV Versicherung hat im letzten Jahr einen neuen Rekord bei den Prämieneinnahmen in ihrer Kernsparte Lebens- und Unfallversicherung. Die verrechneten Prämien in der Lebensversicherung stiegen im Jahr 2015 um 3,4 % auf 177,7 Mio. Euro. Die Neuproduktion im Bereich der Kapitalversicherung konnte stark gesteigert werden, die Risikoversicherungen stagnierten auf mittlerem Niveau. Auch in der Unfallversicherung konnte die Steigerung der verrechneten Prämien weiter fortgesetzt werden, sie stiegen im Jahr 2015 um 3,1 % auf 21,1 Mio. Euro. „Die Gewinnbeteiligung in der klassischen Lebensversicherung konnte trotz der nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsphase auf hohem Niveau gehalten werden. Die Gesamtverzinsung beträgt derzeit 3 %, womit wir uns weiterhin im oberen Bereich der Branche befinden“, erklärt ÖBV Vorstandsvorsitzender Mag. Josef Trawöger. Das Jahr 2015 stand für die gesamte Versicherungswirtschaft im Zeichen der Vorbereitung auf das europäische Aufsichtsregime Solvency II: „Für uns als mittelständisches Versicherungsunternehmen war es ein besonderer Kraftakt, das komplexe Regelwerk im Unternehmen zu verankern. Das ist uns jedoch sehr gut gelungen, wir sind solide aufgestellt und erfüllen die Solvabilitätsvorschriften“, berichtet Trawöger. Die anrechenbare Eigenmittelausstattung liegt bei 149,1 Mio Euro. Zu Jahresende waren Kapitalanlagen im Ausmaß von 1,68 Mrd. Euro vorhanden. Trotz des guten Prämienergebnisses ist das versicherungstechnische Ergebnis rückläufig: „Das ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen“, erklärt Werner Summer, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter: „Einerseits haben die umfangreichen Investitionen in eine neue IT-Landschaft das Ergebnis beeinflusst, andererseits führte die Verwendung eines niedrigeren Rechnungszinses zu höheren Personalrückstellungen. Zudem veranlasste das niedrigere Zinsniveau die Aufsichtsbehörde dazu die Bestimmungen betreffend die Bildung der Zinszusatzrückstellung zu verschärfen, was unmittelbar Einfluss auf das versicherungstechnische Ergebnis hatte.“ Die ÖBV investiert in ihre IT, um unter den Gesichtspunkten Eigenständigkeit und Unabhängigkeit für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Gleichzeitig wurde im Zuge des laufenden Strategieprozesses mit der Umsetzung der strategischen Maßnahmen begonnen. Die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie wird die ÖBV auch 2016 intensiv beschäftigen.

„Beide Themenbereiche stellen wichtige Investitionen in die Zukunft der ÖBV dar. Dabei sind wir einer Bilanzpolitik gefolgt, in der Investitionen in die Zukunft keine Belastungen für die Zukunft darstellen“, erklärt Trawöger. Nahezu das gesamte bis 2015 angefallene Investitionsvolumen wurde als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. „Die Ergebnisse zukünftiger Jahre werden daher nicht durch Abschreibungen der IT-Infrastruktur belastet. In diesem Sinne ist auch das Jahresergebnis 2015 zu interpretieren“, ergänzt Summer.