Rasantes Tempo

Allianz Österreich

Dr. Wolfram Littich
Dr. Wolfram Littich

Die Allianz Gruppe in Österreich konnte im abgelaufenen Jahr den Jahresgewinn nach Steuern um 16,6 % auf 93,3 Mio. Euro steigern. Das EGT legte um 11,7 % auf 123 Mio Euro zu und die Combined Ratio verbesserte sich auf 94 %. Das Investmentergebnis liegt mit 10,3 % höher als im Jahr 2014 bei 230,1 Mio. Euro. „Wir sind profitabel und gesund aufgestellt – das zeigt auch das zweitbeste versicherungstechnische Ergebnis in unserer Geschichte“, erklärte Dr. Wolfram Littich, CEO.
Im Segment Schaden- und Unfallversicherung stiegen die abgegrenzten Bruttoprämien um 0,2 % auf 919,3 Mio. Euro, besonders die Unfallversicherungssparte stieg um 5,2 %. In der Krankenversicherung legten die Prämien um 5,6 % auf 63,5 Mio. Euro zu. Auch in der Lebensversicherungssparte gibt es bei Einnahmen gegen laufende Prämien einen Zuwachs um 0,6 %, Wachstumstreiber ist das zu Beginn 2015 eingeführte neue klassische Lebensversicherungsprodukt „Fixkosten Plus“ mit mehr als 40 % des Neugeschäftes. „Aktuell haben wir bei diesem Produkt mit 3,3 % die höchste gesamte Gewinnbeteiligung unter unseren Peers“, so Littich. Getrieben durch das volatile Einmalerlagsgeschäft, das von 41,3 Millionen Euro im Vorjahr um 20,1 % auf 33,0 Millionen Euro zurückging, sanken die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung insgesamt um 1,6 %, von 405,2 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 398,9 Millionen Euro im Jahr 2015. „In der Krankenversicherung sind wir um 1,3 Prozentpunkte, bei der laufenden Prämie in der Lebensversicherung um 1,5 % über dem Markt gewachsen“, so Littich. Über alle Geschäftsbereiche gerechnet, befanden sich die abgegrenzten Bruttoprämien mit 1.381,6 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahresniveau von 1.383,0 Millionen Euro. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle über alle Geschäftsbereiche liegen leicht über den Vorjahresniveau (plus 2,2 %). Im Schaden- und Unfallversicherungsbereich bei 602,3 Mio. Euro (minus 5,4 %). In der Lebensversicherung wurden um 18 % mehr Leistungen ausbezahlt, getrieben durch ablaufende Einmalerläge (348,5 Mio: Euro). In der Krankenversicherung stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle um 7,4 % auf 38,1 Mio. Euro.

Ausblick 2016

Das Jahr 2015 steht unter dem Motto „Einfach“ für die Neugestaltung der Kundenbeziehungen und möchte diese in eine neue Dimension heben. Alle Prozesse und Kontaktpunkte in der Interaktion mit Kunden werden analysiert und zielgerichtet neu gestaltet. Im Kern seien diese Initiativen darauf ausgerichtet, es für die Kunden „einfacher“ zu machen, betont Littich: Bei Orientierung, Erstkontakt, Gespräch, Abschluss sowie im Schaden- und Leistungsfall.
Als Beispiel für die „neue Einfachheit“ führte Littich eine weitreichende Innovation in der Schadenabwicklung an, die sich seit Anfang März in einer Testphase befindet: Mit der neuen „Allianz Schaden Express App“ können Kunden mit ihrer Smartphone-Kamera Schäden an ihrem Auto in einem computeranimierten 3D-Modell dokumentieren. Innerhalb einer Stunde – vorbehaltlich positiver Deckungs- und Haftungsprüfung – bekommen sie auf Wunsch ein Ablöseangebot oder eine Reparaturfreigabe. „Mit diesem Tempo setzen wir ganz neue Maßstäbe in der Schadenregulierung“, so Littich abschließend.

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