Stabilität

VIG Insurance Group

Prof. Elisabeth Stadler
Prof. Elisabeth Stadler (© Sebastian Reich)

Die vorläufigen Zahlen des Jahres 2016 wurden von Prof. Elisabeth Stadler präsentiert: „Alle wesentlichen Ziele für 2016 haben wir erreicht. Wir setzen damit ein klares Signal für Stabilität. Wir sehen dies als wichtige Basis um ein verlässlicher Partner in Zeiten dynamischer Veränderungen zu sein“. Das Prämienvolumen ist um 31 mio. Euro auf 9.051 Mio. Euro gestiegen. Die Combined Ratio liegt bei 97,3 % Die Kostenquote ist von 30,6 % im Jahr 2015 auf 30,4 % gesunken, die Schadensquote ist von 66,7 % auf 66,9 % gestiegen. In der Lebensversicherungssparte (Einmalerläge) gibt es einen Rückgang von 19,2 %. Der Anteil der Fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung am gesamten Volumen der Lebensversicherung ist in den letzten fünf Jahren von 25,5 % auf knapp 35 % gestiegen. Der Anteil am Neugeschäft 2016 betrug 41 %. Besonders positive Prämienentwicklung wiesen die Länder CEE-Sonstige auf: Serbien mit einem Prämienplus von 18,5 %, Kroatien 9,4 % sowie Türkei und Georgien mit 14,5 % und Ungarn mit 9,8 %. In Rumänien konnte die höchste Prämiensteigerung mit 24,4 % verzeichnet werden, zum Teil aufgrund von Marktbereinigungen. Prof. Elisabeth Stadler: „Die Zielsetzung 2015 war im Jahr 2016 den Gewinn vor Steuern zu verdoppeln. Wir liegen bei 406,7 Mio. Euro, der größte Teil kommt aus Österreich, Tschechien und der Slowakei. Daher wird der Vorstand den Gremien eine Erhöhung der Dividende um 33 % auf 80 Cent pro Aktie vorschlagen. Das bedeutet auch, dass wir unserer Dividendenpolitik treu bleiben. Eine Dividendenrendite von 3,76 % ist deutlich besser als viele alternativen Anlageformen“.  Das Finanzergebnis ist um 7,8 % auf 959 Mio. Euro gesunken, was vor allem auf niedrigere realisierte Gewinne aus Abgang von Kapitalanlagen zurückzuführen ist. Dr. Martin Simhandel: „In dem schwierigen Umfeld war es unser Ziel möglichste wenig außerordentliche Ergebnisse zu realisieren, weil wir glauben, dass es wichtig ist, Reserven zu sichern. Das einzige außerordentliche Ergebnis war die Abschreibung betreffend HETA“.

Agenda 2020

Prof. Elisabeth Stadler stellte in der Pressekonferenz die Agenda 2020 vor. Eine Fokussierung des Konzerns liegt beim Ausbau des Wachstums in der Krankenversicherung in allen Ländern des Konzerns, dem Ausbau der Kooperation des Bankenvertriebes wo der Kooperationspartner Erste Group tätig ist und der Intensivierung der VIG RE. Eine Mehrmarkenstrategie soll weiter beibehalten werden.

Ein weiterer Fokus liegt auch im Ausbau der Marktpositionen in den CEE und sonstigen Märkten. Die Gruppe ist in Ungarn auf 7,3 %, in Polen auf 6,7 %, in Serbien durch die Aquisition von AXA bereits auf 12 % und in Kroatien auf 8,5 % Marktanteile (alle Zahlen zum dritten Quartal 2016) gewachsen.  Das Wirtschaftswachstum liegt in CEE deutlich über das Niveau von Österreich. In der Eurozone wird ein Zuwachs des BIP von rund 2 % zwischen 2016 – 2019 erwartet, in Österreich wird ein BIP von jährlich 1,2 % prognostiziert. In den CEE Ländern wird dieses mindestens doppelt so hochsein, z. B. in Rumänien über 3 %. Auch die Versicherungsdichte wird vom Wirtschaftswachstum beeinflusst, in der EU liegt die Durchschnittsausgabe für Versicherungsprämien bei 2.939,- in Österreich bei 2.034,1 in Rumänien liegen die Ausgaben erst unter hundert Euro. Prof. Stadler: „Hier sehen wir, dass unser Glauben an diese Länder bestätigt ist“.

Das Wachstum im Segment Krankenversicherung

Die VIG Konzerngesellschaften bieten bereits in 38 der 50 VIG Konzerngesellschaften private Krankenversicherungen in verschiedenen Varianten an, ein großes Potenzial wird in Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei gesehen. In der Türkei gibt es einen etablierten Krankenversicherungsmarkt, in Polen steigt die Nachfrage deutlich, vor allem bei Produkten für ambulante Behandlungen. In Georgien z. B. betreibt die VIG ein Krankenhaus und vertreibt bereits Krankenversicherungsprodukte. In den nächsten Jahren ist eine Steigerung von 20 % in den CEE Ländern zu erwarten.

Ausbau des Bankenvertriebes

Durch die Kooperation mit der Erste Group im Bankenversicherungsgeschäft liegt das Prämienvolumen bereits bei 14 % des gesamten Prämienvolumens der VIG Gruppe. Eine Fokussierung und Steigerung ist daher geplant. Es sollen alle Sparten über den Banktresen verkauft werden. Auch eine Einbindung in die Digitaloffensive der Bank mit Versicherungsprodukten soll verstärkt werden.

Rückversicherung

Bei der VIG Re liegt der Fokus auf eine weitere Internationalisierung mit einem Ausbau des Deutschlandgeschäftes und dem Markteinstieg in Frankreich, den Benelux Statten und der Schweiz.

Digitalisierung

Prof. Stadler: „Bei der Agenda „Absicherung der Zukunft“ kommt man am Thema Digitalisierung nicht vorbei.“ Es werden digitale Lösungen der Kundenwünsche in Bezug auf Produkte, Dienstleistungen und Vertrieb durch lokale Gesellschaften erarbeitet und umgesetzt werden.  Die VIG plant einen digitalen HUB, um alle Aktivitäten innerhalb des Konzerns zu unterstützen und zu koordinieren. Geplant ist für diesen Bereich ein jährliches Budget von 100 Millionen. Eine Kooperation mit dem Insurance Innovation Lab Leibzig wurde abgeschlossen.

Ausblick

Der Prämienausblick auf die nächsten drei Jahren: Die VIG plant einen kontinuierlichen Anstieg des Prämienvolumens bis 2019 auf 9,5 Mrd. Trotz des Niederzigzinsszenario und dessen zu erwartenden negativen Einfluss auf das Finanzergebnis peilt die VIG eine Steigerung des Gewinnes vor Steuern von 450 Mio. auf 470 Mio. an und die Combined Ratio soll sich mittelfristig in Richtung 95 % verbessern.

 

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