Streitlust

Roland Rechtsschutz

Streit
© Kurt Bauschardt

Fast schon jeder hat Fünfte hat vor Gericht schon einmal gestritten. Die zentralen Ergebnisse der IMAS Umfrage im Auftrag der Roland Rechtsschutz Versicherung zeigen die Top 4 der Gerichtsverfahrensinhalte der letzten 10 Jahre, wo die Befragten involviert waren: An erster Stelle stehen Gerichtsstreitigkeiten im Bereich Verkehrsrecht (23 %), Strafdaten wie Körperverletzung und Diebstahl (22 %), Arbeitsrecht(19 %) gefolgt von Familienrecht (16 %), Gerichtsverfahren wegen Nachbarschaftsstreitigkeiten (6 %) liegt im untersten Drittel der Liste. Auch wenn man sich im Recht fühlt, gibt es doch einige emotionale Hürden nicht gerichtliche Schritte einzuleiten. Gegen enge Verwandte, wie Eltern und Kinder würden 52 % der Umfrageteilnehmer nicht vorgehen, gegen andere Verwandte 31 % und überhaupt nicht zu Gericht gehen 21 %. Hier ist ein großer Unterschied zu unseren Deutschen Nachbarn, in Deutschland ziehen lediglich nur 5 % überhaupt nicht vor Gericht. 10 % verzichten auf den Gang zum Gericht, wenn der Gegner das Finanzamt wäre. „Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung außergerichtlicher Konfliktlösungsverfahren deutlich: Bei einer Mediation gibt es keine Gewinner oder Verlierer im klassischen Sinn, da die Parteien gemeinsam einen Kompromiss erarbeiten“, erläutert Mag. Ludwig Strobl. „Das Ergebnis ist in vielen Fällen für alle Beteiligten zufriedenstellender als die Entscheidung eines Richters. Gleichzeitig können beide Gegner ihr Gesicht wahren.“ Im Zuge der IMAS Umfrage wurden auch die rechtlichen Sorgen der österreichischen Bürger untersucht. Diese spiegeln zum Teil auch die in der Studie erhobenen tatsächlichen Gründe für gerichtliche Auseinandersetzungen wider. So fürchten sich 31 % der Befragten davor, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden. 29 % nannten die Vorstellung, Opfer einer Straftat wie Einbruch, Diebstahl oder Körperverletzung zu werden, als Grund zur Sorge. Ebenfalls ein knappes Drittel der Bevölkerung hat Angst davor, dass ihrem Arzt ein Fehler unterläuft, während er sie behandelt.

Verglichen mit den Deutschen gehen die Österreicher jedoch recht sorgenfrei durchs Leben: Bei den Nachbarn fürchten doppelt so viele Bürger die rechtlichen Folgen eines Verkehrsunfalls (60 %). Ganze 46 % beunruhigt die Möglichkeit einer Straftat, sogar 54 % sorgen sich wegen ärztlicher Behandlungsfehler.

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