Zuwachs

Europäische Reiseversicherung

Im 110 Geschäftsjahr der Europäischen Reiseversicherung wurde trotz des niedrigen Zinsniveaus mit einem Plus von 17,2% im Finanzergebnis 2,48 Mio. Euro erwirtschaftet. Das versicherungstechnische Ergebnis liegt mit einem Plus von 11,1% bei 2,58 Mio. Euro. Das EGT liegt bei 5,04 Mio. Euro, der Bilanzgewinn ist auf 5,64 Mio. Euro gesunken. Die Summen für Versicherungsfälle war mit 29,76 Mio. Euro um 8,9% geringer als 2015, was auf die geringen Großschadenereignisse zurückzuführen ist. Die Combined Ratio beträgt 50,6%. Das letzte Reisejahr war von geringeren Nachfragen nach Reisen ins Ausland geprägt. Mag. Wolfgang Lackner, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Reiseversicherung AG, führt dies auch auf das verstärkte Sicherheitsbedürfnis zurück: „Die Terroranschläge in Europa sowie zahlreiche krisenhaften Ereignisse führten zu einer weitreichenden Verunsicherung und zu gedämpfter Reiselust. Gleichzeitig verstärken aber gerade jene Ereignisse auch das Risikobewusstsein und die Tendenz, sich durch den Abschluss einer Reiseversicherung entsprechend abzusichern.“ Die Prämieneinnahmen lagen um 5,6% hinter dem Vorjahr. Diese Entwicklung war einerseits durch die Marktgegebenheiten im Hauptsegment Auslandsreisen zurückzuführen und andererseits durch die verringerte Quote und daher die geringere Prämienübernahme aus dem Slowakeigeschäft. Nur das Incoming Segment entwickelte sich dank eines abermals guten Tourismusjahres in Österreich deutlich positiv. Im Geschäftsreise-Segment, das zwar weiterhin unter der schwachen Konjunktur in Europa leidet, konnte auch durch die Gewinnung neuer Kunden ein respektabler Zuwachs erzielt werden.
Der Trend zu Online-Buchungen von Reisen führte zu einem Anstieg der Direktabschlüsse bei der Europäischen Reiseversicherung. Zudem zeigte sich auch eine kontinuierlich steigende Bedeutung der Jahres-Reiseversicherungen, welche ein zweistelliges Wachstum verzeichneten. Im Letzten Jahr wurden viele Produkt Innovationen vom Reiseversicherer auf den Markt gebracht, unteranderem Entfall der Karenzfristen und erhöhte Versicherungssumme bei Akutwerden bestehender Erkrankungen. Bargeld und Sperrgebühren bei Diebstahl und vieles mehr. Auch ein App wurde lanciert. Die „URLAUBERIA-APP“ die alle Reiseunterlagen beinhaltet, eine praktische Checkliste zur Reisevorbereitung und unteranderem ein Reisetagebuch aufweist. Auch sind wichtige Informationen zur vorhandenen Reiseversicherung und alle Notfalldaten enthalten.

Ausland

In Slowenien war das Jahr ähnlich wie in Österreich von schwierigen Marktbedingungen geprägt. In Südtirol stellten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr ähnlich dar, trotzdem erzielte die Europäische Reiseversicherung speziell durch die Kooperation mit neuen Partnern ein gutes Wachstum. In Ungarn und Tschechien, wo die Europäische an führenden Reiseversicherungsspezialisten beteiligt ist, wurden erneut erfreuliche Ergebnisse erzielt und damit auch eine nachhaltige Dividende erwirtschaftet.

Ausblick

Wolfgang Lackner: „Nach der erneut herausfordernden Situation im Jahr 2016 mit abgeschwächter Nachfrage nach Reisen erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2017 – dem Jahr des 110-jährigen Bestehens – einen Aufholeffekt und wieder ein solides Wachstum. Die ersten drei Monate des Jahres bestätigen diese Annahme. Ausschlaggebend ist allerdings, dass die krisenhaften Ereignisse und terroristischen Bedrohungen nicht wieder zunehmen. Die leichte Belebung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung könnte so die stärkere Urlaubsnachfrage weiter stützen und zusammen mit einem gesteigerten Risikobewusstsein zu mehr Versicherungsbuchungen führen.

Globus Patenschaft

Anlässlich des 110 Geschäftsjahres hat die Europäische Reiseversicherung die Patenschaft für einen Globus aus dem Gründungsjahr 1907 übernommen. Das Globenmuseum ist in der Österreichischen Nationalbibliothek untergebracht. Mehr als 250 Exponate vom exklusiven Erd- und Himmelsgloben, Mond- und Planetgloben sowie astronomische Instrumente sind im prachtvollen Palais Mollard ausgestellt. Der Schwerpunkt des Bestandes liegt auf den vor 1850 angefertigten Erd- und Himmelskugeln.