Betriebliche Vorsorgekassen performen solide

GrECo

Vlnr: Christoph Repolust, Friedrich Neubrand, Andreas Schmitt ©GrECo International, Ingo Folie

2021 schlossen die Betrieblichen Vorsorgekassen mit einer durchschnittlichen Performance von vier Prozent ab. Das ist aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes ein solides Ergebnis, wie Andreas Schmitt, Mitglied des Vorstands der GrECo, und verantwortlich für den Bereich Risiko & Versicherungstechnik, erklärt. Diese liege aber deutlich unter der langfristigen Performanceannahme von sechs Prozent, wie GrECo, Versicherungsmakler für Industrie und Gewerbe, in seiner aktuellen Studie zeigt.
Aktien treiben Performance an
Insgesamt wurde die Performance der Veranlagungen vor allem durch Aktien getrieben, wie Andreas Schmitt, Der Aktienanteil habe im letzten Jahr wieder sehr stark zugenommen, so Schmitt bei einem Pressegespräch. „Die Kassen mit dem größten Aktienanteil hatten auch die beste Performance“, so Schmitt. Dazu zählt z. B. die APK und auch die Valida, die mit einer Performance von 5,1 Prozent die stärkste Performance im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Die Aktienanteil der Valida zum Ende 2021 lag bei etwa 20,6 Prozent. Noch höher lag dieser Anteil nur bei der APK (22,8 %) und der Allianz mit 21 Prozent. Anleihen machen bei den meisten Vorsorgekassen den größten Anteil im Anlageportfolio aus. So lag der Anleihenanteil der BUAK mit Ende 2021 mit fast 77 Prozent am höchsten, der von der fair-finance mit rund 40 Prozent am niedrigsten.
VBV gewinnt Langzeittest
In der Langzeitperformance bleiben selbst die Anbieter mit der höchsten jährlichen Performance auf Dauer unter der Drei-Prozent-Marke. Den bei Einführung der Abfertigung-Neu angestrebten langfristigen Erfolg von jährlich sechs Prozent kann daher kein Anbieter auch nur annähernd erreichen, wie die Studie zeigt. Die durchschnittliche Zehnjahres-Performance reicht hier von 2,8 Prozent der VBV bis hin zu 2,36 Prozent der Bonus-Kasse. „Insgesamt sieht man, dass die VBV in den letzten 18 Jahren die beste Performance erwirtschaftete“, so Schmitt. Mittlerweile verwalten die Betrieblichen Vorsorgekassen rund 16,3 Mrd. Euro. Dabei nimmt die VBV mit einem Anteil von rund 33 Prozent den höchsten Anteil ein, gefolgt von der Valida mit 23,7 Prozent und der Allianz mit knapp 13 Prozent.