Fernkälte

Aus warm wird kalt

Energieversorger, die in Österreich Fernkälte anbieten, erwarten dass der Markt für Fernkälte in den nächsten Jahren (bis 2023) um 53 Prozent zulegen werden. Von heuer bis ins Jahr 2023 sind Investitionen in Höhe von 83 Millionen Euro für den Fernkälteausbau geplant. Gekühlt wird zum Beispiel der neue Zubau beim Universitätsklinikum St. Pölten welcher bereits an das Fernkältenetz angeschlossen ist. In Linz wird ein Unternehmensgebäude und der neue LUX Tower durch Fernkälte gekühlt. Im kommenden Jahr folgenden die Linzer Tabak Fabrik. In Wien wird man zur Zeit im Austria Campus mit Fernkälte versorgt. Aufgrund des Klimawandels steigen Kühlbedarf und damit auch die Nachfrage nach der sauberen, klimaschonenden Fernkälte weiter stark an. Auch aufgrund der für Österreich ungewöhnlich langen, fast durchgehenden Wärmeperiode von April und Mai bis Ende Juni und der heißen Sommermonate rechnet Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverband der Gas-und Wärmeversorgungsunternehmen mit einem „neuerlichen Absatzrekord bei Fernkälte“. Langfristige Prognosen des Fachverbands zeigen, dass in Österreich aufgrund der Klimaerwärmung in 20 Jahren in etwa genauso viel Kühlenergie benötigt werden könnte wie Heizenergie.