Naturkatastrophenjahr 2019

Munich Re

Munich Re hat Resümee über die Naturkatastrophenereignisse des Jahres 2019 gezogen. 820 weltweite Naturkatastrophen verursachten einen Gesamtschaden von 150 Mrd. US Dollar, gut ein Drittel der Schäden war durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Den höchsten Schaden verursachten die schweren Taifune in Japan. Die Schadenssumme lag bei cirka 17 Mrd. US Dollar, davon waren rund 10 Mrd. US Dollar versichert. Der Hurrikan Dorian, der stärkste Wirbelsturm 2019, verwüstete die Bahamas, die Schadensumme betrug 5,6 Mrd. US Dollar wobei 4 Mrd. Euro versichert waren. Die Rekordschäden der vergangenen Jahre durch Waldbrände verliefen in Kaliforniern glimpflicher, jedoch in Australien sind die Schäden noch gar nicht absehbar. In Europa waren die Kombination Hitzewelle und schwere Unwetter mit Hagel der größte Schadentreiber. In Deutschland verursachte ein Unwetter im Großraum München im Juni Schäden in Höhe von fast 1 Mrd. Euro, davon waren fast drei Viertel versichert. Die Gesamtschäden der Sommerunwetter in Europa betrugen 2,2 Mrd. Euro, davon waren etwa 800 Millionen versichert. Die folgenschwerste humanitäre Katastrophe des Jahres 2019 war der Zyklon Idai, der im März in Mosambik und den Nachbarländern wütete. Mehr als 1.000 Menschen starten, Hunderttausende verloren ihr Hab und Gut. Der Gesamtschaden betrug 2,3 Mrd. US Dollar, versichert war fast nichts. Die extremen Folgen zeigen, dass gerade in ärmeren Ländern Menschenleben und hart erarbeitetes Wohlstandwachstum besser geschützt werden müssen. Dazu gründeten UN-Organisationen, Weltbank und diverse Unternehmen, darunter auch die Munich Re, das Insurance Development Forum, das im Rahmen der G7 Initiative „InsuResilience GlobalPartnership“ Versicherungslösungen für Entwicklungsländer unterstützt. Seit ihrer Gründung hat das Partnership große Fortschritte erzielt. Mitte 2019 wurden bereits rund 15,9 Millionen InsurResilience-Begünstigte abgesichert.