When-Women-Thrive-Studie

Mercer (Austria) GmbH

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Einst als vermeintliches Nischen- oder Randthema abgetan, zeigt die globale Studie „When Women Thrive“ der Unternehmensberatung Mercer, dass Diversity & Inclusion im Bewusstsein der Unternehmen angekommen ist. Dabei beweisen immer mehr Beispiele: Wenn Frauen erfolgreich sind, sind auch die Unternehmen erfolgreich. An der diesjährigen Studie nahmen im Herbst 2019 weltweit über 7 Millionen Mitarbeitende, davon 2,8 Millionen Frauen, aus 1.157 Unternehmen teil. Nahezu zwei Drittel (64 %) der Organisationen in der DACH-Region haben sich dazu verpflichtet, Vielfalt zu fördern und eine inkludierende Unternehmenskultur anzustreben. 82 Prozent der Unternehmen in der DACH-Region geben an, dass Entgeltgerechtigkeit zu ihrer Vergütungsphilosophie oder -strategie gehört. Dieser Wert liegt über dem weltweiten Durchschnitt von 74 Prozent. Weniger als die Hälfte (45 %) derjenigen, die zu gleichen Teilen außerhalb des Büros arbeiten, geben an, dass sie Wertschätzung von ihren Unternehmen im gleichen Maße erhalten – was dem globalen Durchschnitt von 44 Prozent entspricht. Und in nur 9 Prozent der Unternehmen haben Teilzeitmitarbeitende die gleichen Chancen sich weiterzuentwickeln, wie Vollzeitmitarbeitende, was deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt (45 %) liegt. Um Diversity & Inclusion in der Unternehmenskultur zu verankern, sind Vereinbarungen für die Flexibilisierung der Arbeitszeit entscheidend. Insgesamt gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen Haltung und konsequenter Handlung. „Auch wenn Diversity & Inclusion im Bewusstsein der Unternehmen angekommen ist, hat der kulturelle Wandel innerhalb der Unternehmen noch nicht stattgefunden,“ so Deutschland-Geschäftsführer Achim Lüder. Dass Frauen in der DACH-Region in Führungspositionen weiterhin deutlich weniger als Männer vertreten sind, ist einer der Indikatoren. Mehr als jedes zweite Unternehmen (52 %) hat Bedenken, ob es möglich ist, Frauen als Mitarbeitende zu gewinnen und zu fördern, während der weltweite Vergleichsmaßstab bei 32 Prozent liegt. Diversitäts-Maßnahmen, -Programme und -Richtlinien eines Unternehmens müssen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, um zu einem inklusiven Umfeld beizutragen, in dem es nicht nur eine gleichberechtigte Vertretung der Geschlechter, sondern auch Gleichheit in Bezug auf Chancen, Arbeitsumgebung und Bezahlung auf allen Ebenen gibt. „Das Konzept Diversity & Inclusion muss sich im Mindset und den Verhaltensweisen der Mitarbeiter auf allen Ebenen eines Unternehmens verwurzeln. Dies ist ein Transformationsprozess“, bringt Lüder es auf den Punkt. „Auf dieser letzten Meile müssen noch gezieltere und tiefergreifende Veränderungen umgesetzt werden, nicht nur innerhalb der Unternehmen, sondern auch in der Gesellschaft.