Konsultations­verfahren

FMA

FMA-Vorstand Helmut Ettl und Eduard Müller
FMA-Vorstand Helmut Ettl und Eduard Müller

Die FMA startete mit 17. Februar das Konsultationsverfahren zu ihrem „Leitfaden zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken“.

Mit diesem Instrument unterstützt sie die Finanzmarktteilnehmer regulatorisch beim Management der einschlägigen Risiken. Der Leitfaden sieht vor, Nachhaltigkeitsrisiken in die bestehenden Risikokategorien, die Unternehmensführung und Governance der Unternehmen sowie die etablierten Transparenzpflichten miteinzubeziehen. Ergänzt wird der Leitfaden durch zwei umfangreiche Annexe zu Good Practices und Informationsquellen.

„Nachhaltigkeitsrisiken und insbesondere der Klimawandel stellen auch die Finanzmarktteilnehmer vor große Herausforderungen. Unser Leitfaden soll hier einerseits einen Beitrag leisten, das Bewusstsein hierfür zu stärken, andererseits valide Grundlagen schaffen, diese Risiken angemessen zu adressieren“, so der FMA-Vorstand, Helmut Ettl und Eduard Müller: „Da es sich hier um Herausforderungen für alle Finanzmarktteilnehmer handelt, ist der Leitfaden ganz im Sinne der integrierten Aufsicht branchen- und produktübergreifend gestaltet.“

Der europäische Gesetzgeber verpflichtet überdies bestimmte Finanzmartktteilnehmer im Rahmen der neuen Offenlegungsverordnung[1] künftig (großteils ab 10.3.2021 anwendbare Transparenzverpflichtungen) unter anderem Informationen über die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken auf Unternehmensebene auf der Webseite zu veröffentlichen sowie eine Beschreibung der Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und mögliche Auswirkungen in vorvertragliche Informationen von Finanzprodukten aufzunehmen.

  1. Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor („Disclosure-Verordnung“)