Pleitewelle erwartet

ACREDIA Versicherung AG

Die Acredia erwartet eine weltweite Pleitewelle ab spätestens Herbst. Während sich die USA aktuell im Epizentrum der Insolvenzwelle befinden, herrscht in anderen Ländern noch die Ruhe vor dem Sturm. Allerdings dürfte spätestens ab dem Herbst überall auf der Welt die Pleitewelle einsetzen, die sich dann über das gesamte erste Halbjahr 2021 fortsetzt. Zu diesem Ergebnis kommen die nationalen bzw. internationalen Branchenleader Acredia und Euler Hermes in ihrer aktuellen Studie. Die Kreditversicherungs-Experten erwarten aktuell für die beiden Jahre 2020 und 2021 einen kumulierten Anstieg der weltweiten Insolvenzen um insgesamt 35 %. Für Österreich wird trotz einem aktuellen Minus von 25 Prozent bei den Insolvenzanträgen ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent bei den Unternehmensinsolvenzen erwartet. „Wenn die jeweiligen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zu früh beendet werden, dürfte der Anstieg sogar noch um 5 – 10 Prozentpunkte höher ausfallen,“ so Ludwig Mertes Vorstand Acredia. Acredia empfiehlt eine rasche Lösung beispielsweise nach deutschem Vorbild – dort übernimmt der Staat 90 bis 100% Prozent des Risikos, die Kreditversicherer geben im Gegenzug 65 % der Prämieneinnahmen an den Bund ab –, um entsprechend stabile Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Österreich zu schaffen. „Hier geht es um die Ermöglichung und Sicherstellung österreichischer Geschäfte, Umsätze und Arbeitsplätze sowie den Erhalt von Lieferketten!“, betont Ludwig Mertes.