Danke schön

Ein Interview mit einem Freigeist!

Wolfgang Kaiser

Ein Dankeschön für die lange Zeit, die Wolfang Kaiser in der Versicherungsbranche in Österreich tätig war. Auch viele gelernte Versicherungskaufleute werden ihm ein heiteres Dankeschön in seinen wohlverdienten Ruhestand zurufen. Hat er sich doch seit Jahren der Aus- und Weiterbildung der Jungen in der Branche verschrieben. Danke schön auch aus unserer Redaktion, er hat uns in den letzten über 25 Jahren als Meinungsmacher begleitet. Auch seitens der HDI Versicherung hat man Wolfgang Kaiser einen großen Dank für sein Wirken ausgesprochen. Wir haben mit ihm über seine Zeit in der Branche gesprochen.

Ihre Karriere in der Branche begann als…..

Als Lehrling in einer Fachabteilung der Anglo Elementar Versicherung. In einem „goldenen“ Zeitalter für die Versicherungswirtschaft. Im Kfz-Bereich gab es reglementierte Preise, die Haushaltsversicherung lag bei drei Promille, Rabatte waren kein Thema und die Personenversicherungen wurden verkauft wie warme Semmeln.

Die Menschen in der Branche, der Umgang miteinander – hat sich etwas verändert?

Ja aufgrund der Digitalisierung und nein, weil der persönliche Umgang zwischen den Menschen ist weiterhin das Um und Auf in der Branche. Das Versicherungsgeschäft ist trotz des technologischen Fortschritts ein persönliches Geschäft, es hat mit viel Vertrauen zu tun. Oftmals wissen die Versicherungskunden gar nicht, wo genau sie versichert sind. Ich glaube auch, dass es egal ist, bei welcher Gesellschaft man versichert ist. Es gibt keine guten und schlechten Versicherungsunternehmen. Man hat einen guten Betreuer, der entweder selbstständig oder angestellt ist. Ich kenne genügend Versicherungsverkäufer, die auch mit nur einer Versicherungsgesellschaft im Bauchladen einen großartigen Job machen. Das Vertrauen in das persönliche Geschäft hat spätestens in den 90er-Jahren einen großen Schaden erlitten, als die Strukturvertriebe sich etabliert haben. Heute, Jahre später, hat sich die Branche zwar bereinigt, der Schaden wirkt trotzdem noch nach.

Wie könnte sich die Branche einen „besseren“ Fuß schaffen?

Die IDD-Richtlinie hat der Branche eine sehr gute Chance geboten, sich wieder auf einen „besseren“ Fuß zu stellen, auch wenn sie in sehr vielen Bereichen übers Ziel geschossen hat. Inwieweit die Evaluierung IDD-2 zu Erleichterungen führen wird, werden wir 2026 wissen. Was der Branche auch guttun würde: Wenn man sich auf seine Werte besinnen würde. Zum Beispiel: Das einzuhalten, was man verspricht. Einzuhalten, was man zusagt, und wenn man das nicht kann, das in einem persönlichen Gespräch zu klären. Ich habe das mein ganzes Berufsleben und Privatleben so gehalten.

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen risControl Print Ausgabe.