Der muki-Spirit

Wir haben mit Wenzel Staub, MBA, Vorstandsvorsitzenden, und den beiden Vorständen Mag. Alexander Putz und Mag. Dr. Niklaus Riener über die Zukunft der muki gesprochen.

Im Juni 1988 gründete Ladislaus Hartl mit einigen aufgeschlossenen Müttern und Vätern den Verein „Mutter und Kind im Krankenhaus“. Zweck des Vereins war, über einen geringen Mitgliedsbeitrag die anfallenden Spitalskosten bezahlen zu können und – nach ausländischem Vorbild – in Krankenhäusern eigene „Mutter-Kind-Zimmer“ zu schaffen. Wichtig dabei war, dass der Mitgliedsbeitrag möglichst niedrig gehalten würde, schließlich soll es jeder Familie möglich sein, mit ihren Kindern den Schutz des Vereins zu genießen. Nach einigen Hürden und enorm viel Zuspruch in den ersten Jahren wagte sich Ladislaus Hartl mit muki in eine neue Sparte: ein eigener Kfz-Tarif mit der Sun Alliance. Nachdem das Büro in Ebensee aus allen Nähten platze und immer mehr Mitarbeitende den Kundenzustrom bewältigen durften, übersiedelte man auf das Gelände der ehemaligen Glasschleiferei in Ebensee. 1997 kam Wenzel Staub von der Postbank zu muki. 2004 beschloss der Verein, um eine Zulassung als Versicherungsunternehmen anzusuchen. Federführend dabei war auch Wenzel Staub. Im Oktober 2004 war es dann soweit: muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit wird gegründet. Anfang Mai 2009 bezog der Versicherungsverein seinen neuen Firmensitz in der ehemaligen Generaldirektion der Salinen Austria in Bad Ischl.

Putz: Mein Beitrag für die Zukunft von muki liegt im IT- und organisatorischen Bereich. Das Unternehmen ist extrem gewachsen und jetzt ist es an der Zeit, sich verstärkt auch organisatorischen Themen zu widmen. Meine Erfahrungswerte, die ich in der Vergangenheit gesammelt habe, sind dabei sicherlich hilfreich.

Wo sehen Sie die muki in fünf Jahren?

Putz: Weiterhin als serviceorientiertes Unternehmen mit denselben geltenden Werten wie bisher: ein Familienversicherer mit Handschlagqualität und mit einem zufriedenstellenden Wachstum.

Wie sehen Sie die Entwicklung der IT in der Versicherungsbranche im Allgemeinen und speziell für die muki?

Putz: Digitalisierung und Security stehen als Themen in der Versicherungsbranche weit oben auf der Agenda.Sie sind natürlich auch für uns eine Herausforderung. Dabei gibt es einige grundsätzliche Themen, die wir in Arbeit haben, zum Beispiel die Einführung des Bestandführungssystems, eine wesentliche Basis, um die Themen Automatisierung und Digitalisierung für unser Haus voranzutreiben. muki wird sicherlich nicht der „Online“-Versicherer werden, das ist klar, aber wir wollen sowohl unsere Kunden als auch unsere Vertriebspartner im digitalen Bereich zukünftig besser bedienen.

Schnittstellenthema: OMDS oder BiPRO?

Putz: Momentan versuchen wir, beide Schnittstellen zu bedienen. Über eine zukünftige Strategie gibt es noch keine Entscheidung.

Staub: Meiner Meinung nach ist es gut gewesen, dass BiPRO nach Österreich gekommen ist, denn damit wurde eine Diskussion angeregt, die auch eine Weiterentwicklung bei OMDS gebracht hat.
Putz: Deutschland und Österreich verfolgen beim Thema Schnittstelle und Standardisierung unterschiedliche Ansätze. Wir können von diesen Entwicklungen profitieren und müssen nicht immer alles neu erfinden.

Wo sehen Sie die muki in fünf Jahren?

Riener: In den von mir verantworteten Bereichen wird es auf alle Fälle mehr Automatisierung, Digitalisierung und Prozessoptimierung geben. Wir wollen uns weiterentwickeln und im Bereich Schaden auf alle Fälle schneller und prozessoptimierter arbeiten. Wir werden noch mehr in Mitarbeiterausbildung und Mitarbeiterbindung investieren. In fünf Jahren sehe ich die muki als erfolgreicher Marktteilnehmer im Privatkundengeschäft – ein stabiler, zukunftsorientierter Familienversicherer.

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