Ein Spezialist, der Träume versichert

Kotax Versicherungssysteme GmbH

Schloss Neudau

Wer hat nicht schon davon geträumt, als Burgherr hoch oben auf einer geschichtsträchtigen Burg zu wohnen. Oder als Schlossbesitzerin über die eigenen Parkanlagen im lauen Abendwind zu lustwandeln. Von wildromatisch bis düster und geheim wirken die vielen Schlösser, Burgen und Anlagen, die so manchen in Träume versetzen können. Die moosbedeckte Dachfläche, das mundgeblasene Fensterglas und der Springbrunnen aus dem 17. Jahrhundert. Wenn Realität den Traum verdrängt, dann kommt es zu Gedanken wie Denkmalschutz, Renovierungskosten und Haftungsproblematik. Wenn die Realität denn Traum nicht verdrängen muss, sondern beides miteinander verbindet, dann kommt der Spezialist zum Einsatz. In dieser Ausgabe Alexander Kottulinsky, Geschäftsführer von KOTAX Versicherungssysteme. 

Alexander Kottulinsky, Präsident des Burgenverein Österreichs, lebt in der Steiermark auf einem Anwesen, das seit Generationen im Besitz seiner Familie ist. Dass sein Herz für Schlösser, Burgen und geschichtsträchtige Anwesen schlägt, ist ihm bereits in die Wiege gelegt worden.

Wann braucht es Ihrer Meinung nach einen Spezialisten?

Sobald ein zu versicherndes Gebäude unter Denkmalschutz steht. Weil Denkmalschutz Voraussetzungen schafft, die sowohl bei der Restaurierung als auch in der Absicherung zu berücksichtigen sind. Im Denkmalschutz gibt es klare Vorgaben, welche Materialien man verwenden muss. In der Regel müssen Handwerker mit „alten“ Arbeitsweisen vertraut sein, als Beispiel: Es ist um ein Vielfaches teurer, ein Kastenfenster herzustellen und einzubauen. Das ist aber notwendig, um dem Denkmalschutz und dem Anspruch an den historischen Erhaltungswert gerecht zu werden. Diese Umstände sind in der Versicherungssumme zu berücksichtigen. Es ist auch das Thema Haftung zu berücksichtigen. Ein historisches Gebäude zu versichern, ist nicht mit der Versicherung eines großen Hauses gleichzustellen. Es gibt Feinheiten, die man berücksichtigen muss, und hier ist es besser, sich an jemanden zu wenden, der sich mit der Materie seit Jahren beschäftigt.

Das bedeutet, Ihr Wissen kann sich nicht auf den Bereich Versicherung beschränken, es ist für Sie notwendig, sich auch mit Denkmalschutz und der Geschichte der zu versichernden Objekte zu beschäftigen.

Es ist ein umfangreiches Wissen, was ich bzw. wir uns in unserem Büro angeeignet haben. Die Liebe zu alten Objekten ist mir schon in die Wiege gelegt worden. Meine Ahnen haben im 18. Jahrhundert ein Gebäude in der Steiermark, wie es damals üblich war, erheiratet. Seitdem haben wir dieses Haus in Besitz und leben damit. Wir bauen um, wir restaurieren, wie leben mit Gefühl und Gespür für das Material. Man weiß recht schnell, wo die Schwächen sind und wo etwas passieren kann. Die Vorgaben des Denkmalschutzes widersprechen den Vorgaben der immer wieder neuen Bauverordnung. Als Besitzer eines historischen Gebäudes sitzt man immer zwischen zwei Gesetzen, das eine verlangt einen Handlauf im Treppenhaus, das andere verwehrt sich mit Händen und Füßen dagegen. Deswegen ist es wichtig, dass man den Haftpflichtversicherungsvertrag dementsprechend richtig ausstattet, damit es bei einem Schaden nicht zu einer Leistungsfreiheit kommt. Als Beispiel: Die behördlichen Auflagen verlangen einen Schneefänger auf dem Dach, der Denkmalschutz ist dagegen, bei einem Schaden ausgelöst durch eine Dachlawine muss gewährleistet sein, dass sich die Versicherung nicht aufgrund einer nicht eingehaltenen Bauverordnung der Leistung entziehen kann.

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