Hoppala

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Alle Klarheiten restlos beseitigt. Der schwedisch-britische Pharmakonzern AstraZeneca und die Universität Oxford forschen gemeinsamen an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Der Wirkstoff ist marktreif, doch wird Kritik am Impfstoff laut. Wissenschaftler der Universität Oxford, die mit AstraZeneca zusammenarbeiten, standen bei den Impfversuchen zunächst vor ungelösten Fragen, als sich herausstellte, dass ihr bestes Ergebnis einer 90-prozentigen Wirksamkeit auf einen Fehler bei der Messung der Stärke einer Charge für Freiwillige zurückzuführen war. Die Börse reagierte sofort, der Aktienkurs fiel um acht Prozent.

Mene Pangalos, Coronavirus-Impfstoff-Chefentwickler und AstraZenecas Vizepräsident für Forschung twitterte, es sei „kaum zu glauben, dass die Aufsichtsbehörden grünes Licht für einen Impfstoff geben würden, dessen optimale Dosis nur 2.300 Menschen verabreicht wurde“ und weiter, es gebe jedoch zumindest eine theoretische Begründung dafür, warum eine niedrigere Dosis gefolgt von einer höheren Dosis wirken könnte. So steht es im Wall Street Journal. Die Kritik aber geht weiter: „Speziell die Wirksamkeit bei älteren Patienten könnte überschätzt worden sein,“ heißt es.

Dabei wird der Oxford-Wirkstoff als potenzieller Gewinner angesehen, da er einen Bruchteil des Preises von Pfizer und Moderna kostet und nicht in teuren Kühlschränken gelagert werden muss. Der Oxford-Impfstoff ist ein gentechnisch verändertes Erkältungsvirus, mit dem Schimpansen infiziert wurden. Es wurde modifiziert, um es schwach zu machen, damit es bei Menschen keine Krankheiten verursacht, und mit dem Gen für das Coronavirus-Spike-Protein beladen, das Covid-19 verwendet, um in menschliche Zellen einzudringen.

Eine Pressemitteilung vom vergangenen Montag verblüffte, da gemeldet wurde, der Impfstoff sei in einer niedrigeren Dosierung wirksamer als in einer höheren. AstraZeneca und die Universität Oxford berichteten dabei von zwei Gruppen. Der Grund: Einer Testgruppe war zunächst eine halbe Dosis des Impfstoffs verabreicht worden, danach mit einem Abstand von mindestens einem Monat eine zweite, volle Dosis. Die andere Gruppe aber hatte gleich zwei volle Dosen bekommen. Während die Wirksamkeit in der ersten Gruppe 90 Prozent betrug, lag sie bei der zweiten (jene welche gleich zwei volle „Dosen“ bekommen hatte D.Red.) bei 62 Prozent. Ein weiteres Problem, keiner der Probanden war älter als 55 Jahre. Die Kritik: Wie die Studie zeige, wurden die besten Ergebnisse in einer Gruppe erzielt, die versehentlich die falsche Dosis erhalten hat.

Probleme und Kritik
Wie es überhaupt zu den beiden Gruppen kam war, blieb anfangs unklar. Mene Pangalos sprach zunächst von einem „glücklichen Zufall“. Die Universität Oxford präzisierte dagegen, dass es sich um einen Herstellungsfehler handle, durch den Chargen des Impfstoffs zu gering konzentriert waren. Manche der Studienteilnehmer hätten deshalb nicht die komplette Dosis erhalten. Die Uni habe das Problem den zuständigen Behörden mitgeteilt und danach mit den zwei verschiedenen Gruppen weitergearbeitet. Genau darin aber liegen Ungereimtheiten, denn in der Presseaussendung wurden die beiden Gruppen zur Gesamtaussage eines 70-prozentigen Schutzes kombiniert.
Professorin Sarah Gilbert, Teil des Oxfords Impfstoff-Teams, sieht es positiv. Sie meint, dass die frühere, kleinere Dosis das Immunsystem „anregen“ könnte, um eine stärkere Reaktion hervorzurufen, wenn es mit einer größeren Dosis des Impfstoffs getroffen wird. „Es kann sein, dass dies besser nachahmt, was bei einer echten Infektion passiert“, sagte sie. „Es könnte sein, dass die Verabreichung einer kleinen Menge Impfstoffs und die anschließende Verabreichung einer großen Menge der bessere Weg ist, das Immunsystem in Aktion zu setzen.“
Erkenntnis: man wird es den Menschen verabreichen. Stich um Stich.

Biontech und Pfizer wollen voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Biontech hatte den Impfstoff BNT162b2 im Projekt „Lightspeed“ (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Jänner entwickelt.

Hausmeister Willi
Wir von der Redaktion haben lange überlegt ob wir auch darüber berichten sollen. Wir tun es. Wir berichten von Hausmeister Willi. Herr Willi ist ein guter Hausmeister. Tüchtig, präzise. Nebenbei, er hat ein Hobby. Seine Lieblingsthemen sind Viren und Seuchen. Viren kennt Willi wie seinen Gemeindebau. Sein virologisches Wissen ist auf höchstem Hobbyniveau. In seiner Freizeit hat Wille schon unzählige Viren nachgebaut. Mit Lego. Auch über Seuchen weiß Willi Bescheid. Um sozusagen alles darüber zu wissen ist er weit in der Zeit zurückgegangen. Sein Lieblingspatient ist ein gewisser Herr Augustin. Die Wiener sollen ihn „den lieben“ genannt haben. Für Willi ist er ein Manifest dafür, dass der Mensch Seuchen überwinden kann. Als Willi hört, dass man einen Impfstoff gegen Corona entwickelt, sagte er gleich: „Des wird nix.“ Als Seuchenversteher meint er, Impfen sei ein Umweg. Beim Impfen muss gestochen werden, und das gleich mehrmals!, und man muss auf die Wirkung warten. Pulver hätte man machen sollen. Pulver! Man könnte sich Impfstraßen ersparen, das medizinische Personal wäre nicht überlastet und das Bundesheer bliebe in den Kasernen.

Pulver seien einfach zu produzieren, können groß oder klein sein, weis, schwarz oder für Kinder hellblau oder zuckerlrosa. Pulver gelangen direkt in den Magen und wirken sofort – das weiß jeder. Gespritztes hingegen braucht Zeit, das kennt jeder, der nach einem Spritzwein auf seinen Rausch gewartet hat. Pulver kann man überall einnehmen. Beim Radfahren, beim Spazierengehen oder im Wald. Ja, Hausmeister Willi kennt sich eben aus. Er klärt auf: Im Magen sitzt die Mutter aller Krankheiten!
Selbstbemitleidend sagt Willi zu sich selbst: Man hört halt nicht auf mich. Bin ja nur ein Hobbyist. Aber Recht habe ich schon.

Mag es auch seltsam klingen, diese Geschichte ist wahr. Es sind alternative Fakten. Liebe Leser, bleiben Sie einsam weggesperrt und gesund. Lassen Sie sich testen, impfen und achten Sie darauf nur mit einem Testzeugnis außer Haus zu gehen. Übrigens, angeblich soll man im Prater billige Duplikate bekommen. Und achten Sie bitte darauf der „Dritten Welle“ zu entkommen.

Quelle: New York Times, Express.uk, The Telegraph, Mirror, Google, Daily Mail, Daily Record.uk, Theneweuropean.uk, Business Insider, u.a.