BOKU Arbeiten prämiert

Österreichische Hagelversicherung VVaG

v.l.n.r. Univ.Prof. Mag. Dr. Klaus Salhofer, Univ.Prof. Mag. Dr. Obinger, Dr. Heidrun Leonhardt, MSc., Dr. Kurt Weinberger, Dipl.-Ing. Martin Kappel, Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hubert Hasenauer, Dipl.-Ing. Dr. Iris Kral ©Christoph Gruber/BOKU

Zum zehnten Mal in Folge wurde der Förderpreis der Österreichischen Hagelversicherung für wissenschaftliche Arbeiten vergeben. Das Kriterium für den Förderpreis war ein hoher Praxisbezug aus dem Bereich Landwirtschaft. Die heurigen Preisträger sind: Dr. Heidrun Leonhardt, MSc, sie befasste sich in ihrer Dissertation mit den Auswirkungen von Bodenbesitzverhältnissen auf den Umgang mit Ackerflächen. Bestimmungsgründe dafür waren die Eigentumsverhältnisse landwirtschaftlicher Flächen sowie subjektive Sichtweisen der Landwirte. Wie die Ergebnisse der Arbeit zeigen, gibt es kaum Unterschiede im Bodenschutz zwischen Pacht- und Eigentumsflächen, was vor allem auf langfristige Pachten, gute Beziehungen zwischen den Pächtern und Verpächtern sowie Agrarumweltprogramme zurückzuführen ist. Entsprechend der Aktualität des Themas sind die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit von hoher Praxisrelevanz und können als Handlungshilfe für politische Entscheidungsträger dienen, wenn es um Rahmenbedingungen für den Bodenschutz betreffend Bodenbesitzverhältnissen geht.
Dipl.-Ing. Martin Kappel (Masterarbeit) untersuchte in seiner Masterarbeit, welche Umweltauswirkungen vor und nach der Umstellung eines Milchviehstallsystems von Anbindehaltung auf einen Laufstall zu erwarten sind. Die Arbeit wurde im Rahmen des Europäischen Innovationspartnerschafts Projekts (EIP-AGRI) BERG-MILCHVIEH „Weiterentwicklung der Haltungssysteme für eine zukunftsträchtige Milchviehhaltung im Berggebiet – Entwicklung, Evaluierung und Dokumentation standortangepasster Lösungen als Basis für nachhaltige Betriebsberatungskonzepte“ erstellt. Die Bewertung der Umweltauswirkung, die anhand zweier unterschiedlicher Modellbetriebe vollzogen wurde, liefert wertvolle Erkenntnisse für eine innovative und zukunftsträchtige Milchtierhaltung. „Ob zunehmende Wetterextreme, bedingt durch den Klimawandel, strukturelle Veränderungen im Agrarsektor oder der rasant fortschreitende Bodenverbrauch: Die Wissenschaft liefert die nötigen Erkenntnisse zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Es ist unser großes Ziel, die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern, denn ohne Wissenschaft gibt es keine Innovation. Mit Innovationen können wir uns aber auf zukünftige Entwicklungen vorbereiten. Die Vergabe des Förderpreises sehen wir als eine Investition in die Zukunft“, so Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung sowie BOKU-Uniratsvorsitzender, zu den Motiven für die Unterstützung.