Buchbinden – immaterielles Kulturerbe

WKÖ

©Sixl-Fuchs

Bücher sind das Kulturgut schlechthin – sie konservieren das Wissen längst vergangener Epochen. Das Handwerk des Buchbindens erschuf alle Bibliotheken dieser Welt. Sonst hätten wir nur Lose-Blatt-Sammlungen“, sagt Christine Weiner, Vorsitzende der Berufsgruppe der Buchbinder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), und kündigt an: „Wir machen weiter.“ Und das künftig sogar ganz offiziell als immaterielles Kulturerbe: die Österreichische UNESCO-Kommission beschloss am 23. September 2020, das Buchbinder-Handwerk in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufzunehmen, mit 7. Oktober wurde dies wirksam. Um als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt zu werden, muss das Wissen von Generation zu Generation tradiert werden, einer fortwährenden Neugestaltung unterliegen und für die Berufsgruppe identitätsstiftend wirken. In Österreich gibt es 97 aktive Buchbinderunternehmen, wovon ein guter Teil die handwerkliche Herstellung und Veredelung von Büchern pflegt. Überdies werden 62 Lehrlinge zu Buchbindern ausgebildet. „Die Anerkennung durch die UNESCO freut uns und macht uns sehr stolz“, sagt Berufsgruppensprecherin Christine Weiner: „Wir sehen darin eine Chance unsere Tätigkeit einer größeren Öffentlichkeit näherzubringen.“