Einigkeit

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Die Wirtschaftskammer Österreich Bundesgremium Fahrzeughandel, der Fuhrparkverband Austria, der Fachverband des Güterbeförderungsgewerbe noch einige andere Institutionen sind sich einig. Die geplante Erhöhung der NoVa ist laut Klaus Edelsbrunner Branchensprecher des Fahrzeughandels: „In mehrfacher Hinsicht kontraproduktiv“. „Durch die Verteuerung sind Unternehmer ebenso betroffen wie Mitarbeiter, die das Auto dienstlich benötigen sowie Pendler und Familien.“ Weiters treffe die Ausweitung der NoVA auf kleine LKW wie Kasten- oder Pritschenwägen insbesondere EPU und KMU.
Neben einer zusätzlichen finanziellen Belastung führe die mit 1. Juli 2021 geplante NoVA-Erhöhung auch dazu, dass ältere Autos weiter gefahren werden anstatt dass sie gegen neue Fahrzeuge mit umweltschonenderen Technologien ersetzt werden. „Dadurch bleibt wichtiges CO2-Einsparungspotenzial ungenützt“, so Kfz-Handelsvertreter Edelsbrunner abschließend. Fachverbandsobmann des Güterbeförderungsgewerbe Günther Reder geht sogar einen Schritt noch weiter und meint, dass es nicht nur ein herber Schlag, sondern eine Schwächung seiner Branche mit sich bringt. Knapp 6200 Kleintransporteure österreichweit sind von dieser geplanten Verteuerung durch die NoVA Ausdehnung betroffen.
Ausgenommen von der NoVA sind künftig Elektrofahrzeuge sowie mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge. Doch im Nutzfahrzeugbereich sind diese Technologien derzeit noch nicht wirtschaftlich sinnvoll einsetzbar. „Aktuell gibt es noch keine passenden E-Fahrzeuge, außer für die Kurzstrecke. Aber hier ist der Preis nicht wettbewerbsfähig“, so Reder.
Katarina Pokorny, Obfrau der Fachgruppe der Wiener Kleintransporteure ist über die geplante NoVA Ausdehnung fassungslos: „Vor allem trifft es eine Branche, in der ohnehin ein „mörderischer Verdrängungswettbewerb“ stattfindet. Auch ein Ausflaggen durch die Nähe zu unseren Nachbarstaaten wird dadurch attraktiver.“