Freistellung endet

Verein Chronisch Krank Österreich

Seit Beginn der Corona-Krise ist die Arbeits-Freistellung der Hochrisikogruppe ein brisantes Thema zwischen Arbeits- u. Gesundheitsministerium, wo auch nicht immer Einigkeit herrschte. Nun ist es aber fixiert: Die Freistellung der Corona-Hochrisikogruppe endet mit 30. Juni 2021. Auch das damit in Zusammenhang stehende Covid19-Risiko-Attest verliert nach diesem Tag seine Gültigkeit. Zugleich wurde jedoch eine Notbremse in Form einer Verordnungsermächtigung des Gesundheitsministers geschaffen. Es kann jederzeit – bspw. wenn sich die Infektionszahlen wieder massiv erhöhen würden – eine neue Freistellung implementiert werden, ohne einen vorhergehenden parlamentarischen Prozess, es reicht eine dem entsprechende Verordnung! Grund für diese Entscheidung war, dass das nationale Impfgremium der Meinung ist, dass sich bei Hochrisikopatienten ca. 14 Tage nach der zweiten Covid-Teilimpfung, genügend Impfschutz aufgebaut hat.
„Nach Rücksprache mit dem Kabinett von Gesundheitsminister Mückstein ist die Entscheidung über das Ende der Freistellung inkl. der vorhandenen Notbremse in Anbetracht der derzeitigen Infektionszahlen als durchaus gerechtfertigt zu betrachten. Zum Schutz der Hochrisikogruppe muss die Situation jedoch genauestens beobachtet und im Fall der Fälle auch schnellstmöglich reagiert werden. Dass es kein Konzept für einen Wiedereinstieg der freigestellten Corona-Hochrisikogruppe gibt, sondern diese „nur“ automatisch endet, sehe ich kritisch. Man hätte diese Möglichkeit zum Schutz der Betroffenen wohl besser nützen können“, so Obmann Jürgen E. Holzinger.