Naturkatastrophen

Munich Re

Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen im ersten Halbjahr 2018 sind so niedrig ausgefallen wie zuletzt 2005. Die Gesamtschadensumme aus Stürmen, Erdbeben, Unwetter und anderen Naturkatastrophen beliefen sich im ersten Halbjahr auf 33 Milliarden US Dollar. Ausgeblieben sind Groß- und Größtkatastrophen auch die Anzahl der weltweit registrierten Todesopfer belaufen sich auf einen niedrigen Stand. Dennoch haben 3.000 Menschen ihr Leben bei einer Naturkatastrophe verloren. Der NatCatSERVICE von der Munich Re hat im ersten Halbjahr rund 430 relevante Ereignisse registriert. Die teuersten Sachschäden hat Sturm Friederike im Jänner mit einer Gesamtschadenssumme von 2,7 Milliarden US Dollar, davon waren 2,1 Milliarden US Dollar versichert, beschert. Der Wintersturm im März in Amerika verursachte Schäden in Summe von 2,2 Milliarden US Dollar, versichert waren nur Schäden in Höhe von 1,6 Milliarden US Dollar. Weitere Großschadenereignisse waren ebenfalls in den USA welche mit jeweils über 1 Milliarde US Dollar zu buche schlugen. Trotz der niedrigen Gesamtschadensumme müssen Versicherer und Rückversicherer immer mehr für Naturkatastrophen bezahlen, denn immer mehr versichern sich gegen solche Schadenereignisse, nicht nur in den Industriestaaten. Wenn man die Gesamtschäden des ersten Halbjahres auf die vier Gefahrentypen geophysikalisch, meteorologisch, hydrologisch und klimatologisch aufteilt, fällt auf, dass weltweit fast doppelt so viele meteorologische Ereignisse aufgetreten sind wie in der Zeitreihe von 1980-2017. Mit 76 Prozent gegenüber 44 Prozent gab es hier die größte Veränderung. Die anderen Gefahren haben sich dagegen deutlich reduziert. So entfielen lediglich 5 Prozent auf geophysikalische Ereignisse wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche, 10 Prozent auf Überschwemmungen und 8 Prozent der Gesamtschäden auf klimatologische Ereignisse, zum Beispiel Hitzewellen. Die teuersten Ereignisse waren allesamt Winterstürme und Unwetter in Europa und den USA. Eines ist aber zu vermerken, die Hurrikan Zeit hat noch nicht begonnen, es ist daher nur zu hoffen, dass sich die Gesamtschadenentwicklung des heurigen Jahres nicht signifikant verändert.