Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge

FMA

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Der Markt der „prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge“ (PZV), ein Produkt der freiwilligen Altersvorsorge, entwickelt sich seit der signifikanten Kürzung der staatlichen Förderung im Jahr 2012 sowie angesichts der unattraktiven Anlageergebnisse im Niedrigzinsumfeld konstant rückläufig. So ist die Zahl der PZV-Verträge seither von knapp mehr als 1,6 Millionen auf derzeit knapp über 1 Million zurückgegangen. 2020 wurden nur mehr 12.000 Neuverträge abgeschlossen (2019: 14.000), ein Minus von 15,9 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Gleichzeitig reiften aber 79.000 Verträge ab. Da es sich bei der PZV aber um ein Produkt mit sehr langen Laufzeiten handelt, sind die jährlichen Prämienzuflüsse (einschließlich Nettomittelzuflüssen) mit € 778 Mio. zwar um 2,9 Prozent niedriger als 2019 aber nach wie vor in beachtlicher Höhe. Das in diesem Versicherungsprodukt Verwaltete Vermögen stagniert damit bei plus/minus € 9 Mrd. (2020: € 8,96 Mrd., 2019: € 9,03 Mrd.) Die volumengewichtete Veranlagungsperformance (vor Kosten) war entsprechend des herausfordernden Kapitalmarktumfeldes im Berichtsjahr mit 1,26 Prozent negativ. Im Jahr davor lag sie noch bei + 5,48 Prozent. Das von der FMA zum Vergleich seit Jahren berechnete „stilisierte Benchmark-Portfolio“ (30 % österreichische Aktien, 70 % zehnjährige österreichische Staatsanleihen) verlor hingegen in diesem Zeitraum nur 0,21 Prozent an Wert. Der ATX (inklusive Dividenden) fiel jedoch um 10,78 Prozent, die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen betrug – 0,50 Prozent. Als staatlich gefördertes Altersvorsorgeprodukt verpflichtet der Gesetzgeber die Anbieter aber, zumindest eine Garantie auf den Erhalt der eingezahlten Nominalprämien zu geben. Seit 2012, als die staatliche Prämie zur Förderung der PZV-Produkte halbiert wurde, beträgt diese 4,25 Prozent. Die höchstmögliche prämienbegünstigte Einzahlung betrug 2020 € 2.957,80 (2019: € 2875,18), was eine maximale staatliche Prämie von € 125,71 ergab. Es ist davon auszugehen, dass das Neugeschäft weiter rückläufig sein wird.